Wegen "Zickereien" bei "Wetten, dass..?"

Facebook-Shitstorm gegen Voice-Jurorin Nena

+
Nena hatte am Samstag bei "Wetten, dass..?" ihren ersten Auftritt in der Show

Freiburg - Mit ihrem ersten "Wetten, dass..?"-Auftritt hat es sich The-Voice-Jurorin Nena bei den Fans ordentlich verscherzt. Im Internet ist ein Shitstorm ausgebrochen. Und was tut Nena? Die macht sich weiter unbeliebt.

Über 30 Jahre ist Nena nun schon im Geschäft - und immer noch erfolgreich. Erst im November hat die 52-Jährige ein neues Album rausgebracht. Außerdem ist sie als Jurorin der Castingshow "The Voice of Germany" im TV präsent. Höchste Zeit also, dass Nena mal bei "Wetten, dass..?" vorbeischaut. Das hat die Sängerin am Samstag auch getan. Doch weil sie auf der Couch bei Markus Lanz nur zickige Antworten gab und sich völlig überheblich verhielt, ist nun im Internet und vor allem bei Facebook ein wahrer Shitstorm entbrannt.

"Nena hat mich mein halbes Leben lang mit ihrer Musik begletet, und ich habe sie immer für ihre jugendliche Art und ihr tolles Aussehen beneidet. Was sie da am Samstag allerdings bei "Wetten daß ..?" abgezogen hat, war einfach nur zum fremdschämen", schreibt zum Beispiel Katrin-Helene Stein auf Nenas offizieller Facebook-Seite.

Tan Ja kommentierte Nenas Verhalten so: "Hallo Nena, ich bin seit 1982 Fan von dir, fand dich immer super und auch deine neue CD ist toll. Es war immer ein Traum von mir, dich mal zu treffen. Das Bedürfnis habe ich gerade nicht mehr. Leider. Irgendwie bist du verändert. Man kann ehrlich sein, ohne so unfreundlich zu sein."

"Ich bin jetzt hier nicht, um über damals zu reden"

Und David Becker findet: "Deine Zickereien bei Wetten Dass..? waren total nervig und unpassend. Wenn du kein Bock auf Lanz hast, dann gehe doch nicht in seine Sendung."

Es sind nur drei Beispiele von vielen. Doch was war eigentlich passiert? Kaum saß Nena auf der "Wetten, dass..?"-Couch, ließ sie bereits ihren ersten abfälligen Kommentar los: "Oh, das ist wie Kindergeburtstag." Als Moderator Markus Lanz einen Einstieg über ihr Kleid versuchte, das dem von Maria Furtwängler zum Verwechseln ähnlich sah, kanzelte ihn Nena missgelaunt ab: "Wir sollten da nicht so ein dickes Ding draus machen. Ich finde, es gibt wichtigere Themen."

Lanz, ein bekennender Nena-Fan, wollte daraufhin von der 52-Jährigen wissen, ob sie hin und wieder mit ihren Kindern über ihre Karriere, ihre Vergangenheit spreche. Nena antwortete unwirsch: "Also ehrlich gesagt, ich bin jetzt hier nicht, um über damals zu reden. Das Leben jetzt ist einfach so schön. Du kannst mich auch im Hier und Jetzt feiern. Ich bin ja jetzt bei dir. Du kannst mich gerne feiern."

Casting-Shows: Was wurde aus den Gewinnern?

Mehrzad Marashi gewann die siebte Ausgabe von DSDS, in deren Finale er sich gegen Menowin Fröhlich durchsetzte. Sein eigens für ihn komponierter DSDS-Song "Don't Believe" erreichte zwar Platz eins in den deutschen Charts. Doch danach hielt sich auch sein Erfolg in Grenzen. Eine geplante Tournee im August 2010 musste wegen zu geringer Nachfrage abgesagt werden. Ende 2011 veröffentlichte er digital die Single "Eine Nacht", jedoch erreichte diese keine Chartplatzierung © dpa
Der Gewinner der 6. Staffel von Deutschland sucht den Superstar, Daniel Schumacher, kündigt für das Frühjahr 2012 sein drittes Album an. © dpa
Hätten Sie sie erkannt? Florence Joy ist die „Star Search“ Gewinnerin 2004. Nach einem Plattenvertrag mit Universal Musik machte sie weiter Musik. Daneben trat sie im Fernsehen auf. Seit 2008 ist die junge Sängerin verheiratet. © dpa
Star Search kürte gleich mehrere Gewinner. Maureen Sauter war das beste Model. Gehört hat man von einer großen Laufsteegkarriere nichts. © dpa
Star Search Gewinner 2004. (v. Links) Oliver Beerhenke (Comedian), Maresa (Music Act 10-15), Oliver Tienken (Model), FlorenceJoy Büttner und Moderator Kai Pflaume © dpa
Sie waren die Gewinner der ersten Castingshow im Deutschen Fernsehen. No Angels landeten danach mit „Daylight in your Eyes“ ihren ersten großen Hit. Anfänglich lief Popstars auf RTL2. Die Truppe hat sich inzwischen getrennt, wieder zusammengetan - ein Ende ist nicht in Sicht. © dpa
Jessica Wahls ist inzwischen Mutter, wurde für den Playboy abgelichtet und hat für Neckermann ihre eigene Modelinie „Mäuselinchen“ entworfen. © dpa
Lucy Diakowska outete sich als „Lesbe“. Sie verfolgt erfolgreich ihre Solokarriere. Neben Musicalauftritten singt sie für Disney. © dpa
Mit den No Angels hat sie ein neues Album herausgebracht: Nadja Benaissa. © dpa
Sandy Mölling ist alleinerziehende Mutter und arbeitet als Moderatorin. Zuletzt war sie auf SAT1 zu sehen. © dpa
Alexander Klaws ist der erste DSDS - Gewinner. 2004 setzte er sich gegen die Konkurrenten durch. So richtig wollte es mit der Musikkarriere nicht klappen. Heute singt er in Musicals. © dpa
Thomas Godoj gewann 2008 bei DSDS. Er arbeitet als Sänger und geht demnächst auf Tour. © dpa
Tobias Regner - nach seinem Sieg 2006 ist er immer noch im Musikgeschäft. Zuletzt spielte er auf einem Konzert gegen Kinderarmut. © dpa
Auch für die Gewinnerin von 2004 blieb die ganz große Karriere ein Traum. Elli Erl spielt heute in Clubs und Cafés. © dpa
Vincent Raven wollte der neue Uri Geller werden. 2008 gewann er die gleichnamige Show. Er tritt gemeinsam mit seinem Raben Corax als Magier auf. Auf seiner Homepage findet man alles rund um die Magie. © dpa
Er gewann beim Star Search 2003 einen Plattenvertrag. Sein Lied “Angel of Berlin“ landete auf Platz 1 der Charts. Danach wurde es ruhig um ihn. Jetzt rechnete er mit dem Castingwahn ab. “Sex, Drugs & Castingshows“ erschien im September 2009 als Buch. Im Januar 2012 zog Kesici in den RTL-Dschungel - und zog nach wenigen Tagen freiwillig wieder aus. © dpa
2002 hieß der Gewinner bei den Popstars Bro`sis. Nach der Trennung 2006 und dem gescheiterten Comback 2008 hat man von der Gruppe nicht mehr viel gehört. © dpa
Giovanni Zarella blieb zumindest im Gespräch. Die Schwangerschaft seiner Frau, Jana Ina, wurde als Doku-Soap auf Pro7 gezeigt. © dpa
Monrose gewannen 2006 bei den Popstars. Inzwischen hat sich die Girlie-Band getrennt. Ihre CD “Walking away“ erschien erst gar nicht auf dem Markt. Trotzdem erhielten sie den “Comet2009“ als „Beste Band“ © dpa
Sie gewannen 2004 bei Popstars und trennten sich 2005 und versuchen sich, erfolglos, als Solokünstler. Markus Grimm schrieb gemeinsam mit Martin Kesici, „Sex, drugs & Castingshows“. © dpa
Overground waren 2003 die Gewinner bei Popstars. Die Gruppe gibt es heute noch. Seit der Sänger, Fabrizio Levita, die Band verließ, hört man kaum noch etwas von ihnen. © dpa
Gleichzeitig mit Overground wurde bei Popstars 2003 die sexy Girlband Preluders gefunden - sie verdrehten bis 2006 den Jungs die Köpfe. Wegen mangelnden Erfolgs lösten sie sich auf. © dpa
Vor einem Jahr gewannen „Queensberry“ bei den Popstars. 2009 wurden sie mit einem „Comet“ ausgezeichnet. © dpa
2007 hießen die Gewinner Room2012. Ihr letztes Album erschien 2008. Nebenbei nahmen sie bei Castingshows wie Stefan Raabs „SSDSSSWEMUGABRTLAD“ teil. © dpa
Was Stephan Raab anfasst hat Erfolg. 2004 gewann Max Mutzke bei „SSDSGPS“. Auch heute feiert er noch mäßigen Erfolg. © dpa
Bei „SSDSDSSWEMUGABRTLAD“ gewann Stephanie Heinzmann. In diesem Jahr wurde sie mit dem „Comet“ ausgezeichnet. Als beste Sängerin. © dpa
Barbara Meier wurde 2007 „Germany´s Next Top Model“. Sie ist inzwischen „Eine“ von vielen. Demnächst möchte sie nach New York. © dpa
Jennifer Hof gewann 2008. Von einer ganz großen Modelkarriere keine Spur. Hier beim Musical „Tanz der Vampire“ © dpa
Lena Gercke ist die erste Gewinnerin von Germany´s next Top Model. 2006 war die Idee noch frisch und neu. Sehnte man sich doch nach einer Nachfolgerin für Claudia Schiffer oder Heidi Klum, die inzwischen Mütter sind. © dpa
Sara Nuru ertrug eine Menge in der Staffel 2009. Größtes Vorurteil in den Shows war, dass dunkelhäutige Models sich nicht wirklich durchsetzten könnten. Sara hat jetzt die Chance, ihnen das Gegenteil zu beweisen! © dpa
Eddie Leo Schruff (Mitte) gewann 2003 bei „Die Deutsche Stimme“ vom ZDF. Heute arbeitet der ehemalige Sportlehrer mit Kindern. Singen gehört aber nach wie vor zu seinen Leidenschaften. © dpa
Michael Hirte war der Gewinner in „Supertalent 2008“. Heute ist er bekannt als „Mann mit der Mundharmonika“. Meist gibt er Weihnachtskonzerte und tingelt durch Deutschland. © dpa
Dennis Jauch gewann 2007 in „You Can dance“ auf Sat1. Er unterrichtet heute in der elterlichen Tanzschule. © dpa
„Ich Tarzan, du Jane“ - hinter dem nicht besonders intelligenten Titel verbarg sich eine gute Idee. Anton Zetterholm und Elisabeth Hüber gewannen in der Castingshow, ihre Rollen in dem Disneymusical „Tarzan“ © dpa
Für „Wickie und die starken Männer“ wollte Michael „Bully“ Herbig Gesichter, die unbekannt sind, aber den Zeichentrickfiguren entsprechen. In seiner Castingshow hat er sie gefunden. Jörg Moukkadam (v. links), Mike Maas, Christian Koch, Nic Romm, Partick Reichel und Olaf Krätke. © dpa
So berühmt wollten sie werden: Kenny (2005), U_gin (2006), Dennis (2007) und Georgina (2008) gewannen bei ViVa den „Dance Star“. Wie weggezaubert, Jan Becker. Er gewann bei Uri Geller 2009. Auch von Pierre, der 2002 bei RTL II zum „Teenstar“ wurde, hörte man nichts mehr. © dpa
Bald ein alter Schuh? „Energetix, die   „Germany´s next Showstars“ wurden, müssen sich noch beweisen. Fame Academy Gewinner, „Become One“ schafften es nicht. Sabrina Frank hat in (Mission) Hollywood noch nicht Fuß gefasst. Die Einschaltquoten bei RTL waren schlecht. © dpa
Auch KI.KA zog mit. Die Gewinner „Beste Stimme“ Selina (2006) und Jenny (2007) dürfen irgenwann beweisen, wie gut sie sind. Besser hoffentlich als Ricardo Marinello, er gewann 2007 beim „Supertalent“ und....verschwand aus der Öffentlichkeit (Symbolbild). © dpa

Lanz versuchte nachzuhaken: "Hast du keine Lust mehr über die Zeit von früher nachzudenken?" Doch Nena wies ihn wieder zurecht: Es gebe schließlich auch "ein Leben danach". Auch auf die Frage, ob sie in der "The Voice"-Jury gesessen hätte, wenn es die Show schon damals gegeben hätte, hatte Nena keine Lust: "Also diese "if-World", die gibt es für mich nicht. 'Was wäre, wenn...' ist absolut langweilig."

Schon am Freitag war Nena in ihrer Funktion als Jurorin bei "The Voice of Germany" negativ aufgefallen, weil sie zu den Kandidaten James Borges und Rob Fowler nach deren Duett gesagt hatte: "Irgendwie geht ihr mir auf den Sack!" Dabei ist die Castingshow eigentlich für ihre - im Vergleich zu "Deutschland sucht den Superstar" - konstruktive Kritik an den Talenten bekannt. Viele Fans fragen sich deshalb: Was ist nur los mit Nena?

Doch die Sängerin schweigt und ignoriert die Kritik. Stattdessen wettert sie in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch über die Lebensmittelindustrie und den Einzelhandel: „Warum liegen zum Beispiel in unseren Supermärkten immer noch diese ätzenden, ungesunden Sachen für Kleinkinder direkt an der Kasse, zum Greifen nah? Man will sie absichtlich verführen. Dabei weiß heute doch jeder, dass Zucker sogar in eine Abhängigkeit führen kann und das Nervensystem angreift. Eine legale Droge sozusagen, die unsere Kinder schädigt.“ In ihrer Familie, so die 52-Jährige, sei sie schon vor langer Zeit auf den Zuckeraustauschstoff Xylit umgestiegen.

pie/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.