Mord auf einer sagenumwobenen Insel

Meer, Sex und ein Geheimnis: Darum sollte man den Kieler "Tatort" nicht verpassen

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Sie verdreht den Männern den Kopf: Famke Oejen (Christiane Paul) und Kommissar Klaus Borowski (Axel Milberg).

Sibel Kekilli hat den Kieler "Tatort" verlassen. Trotzdem ist die neue Folge „Borowski und das Land zwischen den Meeren“ sehenswert. Das liegt auch an einer geheimnisvollen Schauspielerin.

Beim Kieler „Tatort“-Kommissar Klaus Borowski weiß man nie, ob er sich gerade in der TV-Wirklichkeit befindet oder alles nur träumt. In „Borowski und das Land zwischen den Meeren“ an diesem Sonntag (20.15 Uhr, ARD) ist das ganz besonders so. Wir beantworten die wichtigsten Fragen um die 31. Folge mit Axel Milberg, der nach dem Ausstieg seiner Kollegin Sibel Kekilli (Sarah Brandt) diesmal allein ermittelt.

Um was geht es in „Borowski und das Land zwischen den Meeren“?

Um den Mord an Oliver Teuber. Der wird auf der geheimnisvollen Nordsee-Insel Suunholt von seiner noch geheimnisvolleren Geliebten Famke Oejen (Christiane Paul) tot in der Badewanne aufgefunden. Teuber war einst in Kiel als Amtsleiter in einen Korruptionsskandal verwickelt. Seine Familie verließ er von heute auf morgen, ohne ein Wort zu sagen.

Seine neue Freundin wusste von alldem nichts. „Ich wollte es nicht wissen, weil wir glücklich waren“, sagt sie. Glücklich ist auf Suunholt aber keiner mehr. Und Borowski steckt in seinem ersten Fall an der Nordsee tief in einer von Regisseur Sven Bohse („Ku’damm 56“) atmosphärisch dicht inszenierten Milieustudie.

Um was geht es wirklich im Film?

Um Schuld und Sühne und eine Sage, die in Schleswig-Holstein jedes Kind kennt. Der Name des fiktiven Orts Suunholt erinnert an die Nordsee-Insel Rungholt, die zwischen Husum und Amrum lag und 1362 in einer Sturmflut unterging. Angeblich soll das die Strafe Gottes gewesen sein, weil sich die reichen Bewohner versündigt hatten. Suunholt ist auf den ersten Blick zwar ein friedvoller Ort, aber auch hier ist bald vom Teufel die Rede, der auf die Insel gekommen ist.

Wo wurde im Frühjahr 2017 gedreht?

Da es Suunholt ja nicht gibt und Rungholt untergegangen ist, musste der NDR auf Amrum, Fehmarn und Pellworm ausweichen. Auch in Husum wurde gedreht. Nord- und Ostsee-Fans können ihre Urlaubsorte neu entdecken.

Lohnt sich diesmal das Einschalten?

Ja. Regisseur Bohse, der das Drehbuch mit Peter Bender und Ben Braeunlich schrieb, erzählt die Geschichte zwischen Traum und Wirklichkeit in tollen Bildern jenseits jeglichen Regionalkrimikitsches. Und Christiane Paul entfaltet als Femme fatale in ihrem ersten „Tatort“ überhaupt einen Sog wie Ebbe und Flut.

Wird Borowski weiterhin allein ermitteln?

Nein, als Nachfolgerin für Sibel Kekilli hat der NDR Almila Bagriacik („Die Fremde“, 4 Blocks“) verpflichtet. Ihren ersten Auftritt wird die 27-Jährige demnächst in „Borowski und das Haus der Geister“ haben. Klingt mehr nach Traum als nach Wirklichkeit.

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