ARD, Sonntag, 20.15 Uhr

Vorschau: Der aufregende Psycho-„Tatort“ spielt in Frankfurt

Herausgefordert: Anna Janneke (Margarita Broich) mit Kollege Paul Brix (Wolfram Koch).

Der sonntägliche „Tatort“ kommt vom Hessischen Rundfunk aus Frankfurt – „Die Geschichte vom bösen Friederich“, so der Titel, stammt von Autor Volker Einrauch und Regisseurin Hermine Huntgeburth.

Was muss man über diesen „Tatort“ wissen?

„Das Böse“ und „Weil sie böse sind“ hießen ausgezeichnete HR-„Tatorte“ mit Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf als Ermittlerduo, „Es ist böse“ war ein fabelhafter Krimi mit ihren Nachfolgern Nina Kunzendorf und Joachim Król. Der aktuelle „Tatort“ schließt da nahtlos an. „Er ist böse“, so könnte die Geschichte über den Psychopathen Alexander Nolte betitelt sein, der nach 19 Jahren aus der Haft entlassen wird.

Und was ist mit diesem Nolte?

„Der Friederich, der Friederich, das war ein arger Wüterich!“, so beginnt die Geschichte aus Heinrich Hoffmanns „Struwwelpeter“. Der „böse Friederich“ hat Fliegen die Flügel ausgerissen. Auch Nolte war früh schwer gestört. Es heißt, er habe als Kind ein Kaninchen angezündet, um zu spüren, wie sich Schuld anfühlt. Die Frankfurter Kommissarin Anna Janneke (Margarita Broich) hat ein vernichtendes Gutachten über Nolte verfasst, nachdem dieser seine depressive Freundin in der Badewanne ertränkte, war aber von dessen Intelligenz und Eloquenz auch durchaus fasziniert. Nun hat Nolte – mal tobend, mal kultiviert-kontrolliert und stets grandios gespielt vom Wiener Burgschauspieler Nicholas Ofczarek – eine Rechnung mit ihr offen.

Lohnt sich denn das Einschalten?

Auf alle Fälle. Die 58-jährige Huntgeburth, die für ihre Mark-Twain-Verfilmungen, Kinofilme wie „Effi Briest“ und „Die weiße Massai“ sowie TV-Filme („Neue Vahr Süd“) bekannt ist, legt einen außerordentlich aufregenden „Tatort“ vor. Zartbesaitete Gemüter werden ihn kaum aushalten. Die extreme Kälte, vollkommen gewissenlose Brutalität und die beängstigenden manipulativen Fähigkeiten des „Dämonen“ gehen ans Eingemachte.

Die Kritik lesen Sie nach der Ausstrahlung am Sonntagabend auf www.hna.de/kultur

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