„Wer weiß denn sowas?“: Das macht das ARD-Quiz so erfolgreich

Erfolgreiches Trio: Bernhard Hoëcker (links) und Elton (rechts) beantworten die Quizfragen von Kai Pflaume (Mitte). Foto: ard

Drei Millionen Zuschauer am Vorabend: Lange träumte die ARD von solch einem Wert auf dem Sendeplatz ab 18 Uhr. Kürzlich ist es mit dem Quiz „Wer weiß denn sowas?" wieder gelungen.

Und zwar nach vielen Jahren, in denen weder „Verbotene Liebe“ noch zahlreiche Shows wirklich zufriedenstellende Quoten einfuhren. Seit das Format mit Kai Pflaume, Bernhard Hoëcker und Elton im Juli 2015 startete, stiegen die Quoten kontinuierlich. Seit Ende März gibt es neue Folgen und meist schauen über zwei Millionen Menschen zu. Wir haben uns angeschaut, was das Quiz so erfolgreich macht.

Die Gäste: Die ARD setzt auf prominente Gäste. Zwei pro Sendung unterstützen die Team-Kapitäne Bernhard Hoëcker und Elton bei kniffeligen Fragen. Publikumslieblinge wie Tatort-Kommissar Dietmar Bär oder Tagesschau-Sprecher Jan Hofer sind Garanten für gute Unterhaltung - mehr als es Zuschauerkandidaten könnten. Auch wenn Günther Jauch seit Jahren Nicht-Prominente auf den Stuhl bittet, hat sich das Publikum an diesem Konzept sattgesehen.

Die Gastgeber:  Elton kann auch ohne Raab - in kaum einer anderen Sendung beweist er so gut wie im ARD-Quiz, dass er Schlagfertigkeit und Kreativität von seinem einstigen Chef gelernt hat. Auch Comedian Bernhard Hoëcker garantiert Lacher im Minutentakt. Zusammen sind sie unschlagbar und sorgen für tolle Unterhaltung mit ihren gegenseitigen Sticheleien. Bei den beiden kommt Moderator Kai Pflaume oft ein wenig blass daher. Dennoch leitet er das Quiz konsequent.

Die Fragen:  Erfrischend sind bei „Wer weiß denn sowas?“ vor allem die Fragen. Das Format verabschiedet sich von der ewigen Allgemeinwissen-Abfrage. Elton, Hoëcker und ihre Gäste müssen sich im abseitigen Wissen beweisen. Hier geht es weniger darum, mit guter Bildung zu glänzen, als darum, durch viel Grübelei zur richtigen Lösung zu kommen. Die Diskussionen und kruden Ideen der Teams sind unterhaltsam.

Das Publikum: Das ARD-Quiz geht bei der Verteilung des Gewinns neue Wege: Die Prominenten spenden ihn nicht für einen guten Zweck - das Geld wird unter den Zuschauern, die hinter dem Gewinner-Team sitzen, aufgeteilt. Die große Freude über Beträge von 80 bis 1,20 Euro pro Person ist schön anzusehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.