Ab 2020 wird Wettervorhersage in Frankfurt produziert

Bald macht nur noch der HR das Wetter im Ersten

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Eines der Wettergesichter im Ersten: Claudia Kleinert.

Bislang sind Claudia Kleinert und Sven Plöger die prominentesten Wettergesichter im Ersten. Das könnte bald anders sein: Bald soll nur noch der Hessische Rundfunk für die Vorhersagen zuständig sein.

Das Wetter im Ersten soll wieder aus einer Hand kommen - aus hessischer Hand. Ab 2020 werde das ARD-Wetter wieder alleinig von dem Hessischen Rundfunk (HR) mit Sitz in Frankfurt produziert, sagt am Mittwoch ein Sprecher des HR. Zuerst hatte das Onlinemagazin "uebermedien" darüber berichtet.

Ob die derzeitigen Moderatoren, darunter Claudia Kleinert und Sven Plöger, weiterhin im Ersten das Wetter moderieren werden, ist unklar. Man werde mit ihnen Gespräche führen, sagte HR-Sprecher Christian Bender.

Die Münchner Firma Cumulus Media produziert das "Wetter vor Acht", das Wetter für das "ARD-Morgenmagazin" und das der "Tagesthemen". Zuvor war dafür Jörg Kachelmanns Firma Meteomedia verantwortlich. Der HR ist zuständig für das Wetter in den ARD-Vormittagssendungen „Live nach neun“ und „ARD Buffet“, im „ARD-Mittagsmagazin“ und im "Nachtmagazin" sowie in allen „Tagesschau“-Ausgaben und auf dem ARD-Nachrichtenkanal tagesschau24. 

Ab dem 1. Januar 2020 soll sich das nun ändern: Der Vertrag mit Cumulus Media laufe Ende des Jahres aus, sagt Bender. Die Aufträge gehen zurück in die Hand des Hessischen Rundfunks, wo das ARD-Wetter bis in die 90er-Jahre hinein produziert wurde.

"Damit werden die Wetterberichte für Das Erste beim HR gebündelt und der HR als Wetterkompetenzzentrum ausgebaut", erläutert Bender das Vorgehen. Auf diese Weise sei es möglich, über den Tag und verschiedene Ausspielwege wie Fernsehen und Internet hinweg eine konsistente Wettervorhersage im Ersten anzubieten. Um die konkrete Umsetzung kümmere sich jetzt die HR-Wetterproduktionseinheit, heißt es weiter.

Cumulus Media produziert seit Anfang 2012 in München nicht nur für das Erste, sondern auch für die dritten ARD-Programme. Zuvor hatte Jörg Kachelmanns Firma Meteomedia den Produktionsauftrag. Die meteorologische Basis der Prognosedaten bezieht Cumulus Media von der Meteo Group, zu der auch Meteomedia gehört. Der HR arbeitet seit Jahrzehnten mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zusammen. (mit dpa)

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