Wett-Schummelei: Jetzt spricht der Kandidat

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Malte Poppinga und Julia Thiele wurden am Samstag Wettkönig und -königin.

Mainz - Popsongs anhand zuckender Schulterblätter erkennen: Das klingt nach einem Fall für „Wetten, dass..?“. Wenn man dabei allerdings schummelt, erzürnt das die Fans der Show. Jetzt äußert sich der Kandidat zu den Vorwürfen.

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Schummel-Vorwürfe bei Wetten, dass..?

„Das Lampenfieber ist unglaublich groß. Und ich kann mich nicht einmal mehr erinnern, dass ich überhaupt irgendetwas gesagt habe.“, wies Wettkandidat Malte Poppinga die Schummel-Vorwürfe in der „Nordwest-Zeitung“ (NWZ) zurück.

In der Wette ging es darum, dass der Sportstudent seine hervorstehenden Schulterblätter zur Musik bewegt. Seine Freundin Julia Thiele musste nun die gezuckten Titel erraten. Mit Erfolg: Thiele erkannte vier von den fünf Popsongs. Doch bei dem Song „Pretty Woman“ kam es zu Problemen: Thiele erkannte das Lied nicht auf Anhieb. Erst als Poppinga ihr vermeintlich das Wort „Pretty“ einsagte, wie in diesem Video bei 12:44 Minuten kaum zu hören, aber deutlich an der Lippenbewegung zu sehen ist, wusste sie den Titel.

Aufmerksame Zuschauer der ZDF-Sendung warfen dem Pärchen - das sogar zu Wettkönig und -königin gekrönt wurde - deshalb Betrug vor.

 „In dem Mitschnitt sieht man, dass ich etwas sage, das kann ich nicht leugnen. Aber niemand hat etwas gehört. Und ich weiß wirklich nicht, was ich gesagt habe“, sagte Poppinga gegenüber der Zeitung. Auch Thiele wollte in der NWZ von Schummelei nichts wissen: „Ich habe in der Situation gar nicht auf Malte geschaut, sondern mich nur auf Thomas Gottschalk konzentriert.“

"Wetten, dass..?": Zehn mögliche Gottschalk-Nachfolger

Thomas Gottschalk (60) gibt die Samstagabendshow "Wetten, dass..?" auf. Die Wetten auf seine Nachfolge laufen. © dpa
HAPE KERKELING (46): Er war der Favorit der "Netzgemeinde": witzig, schlagfertig und charismatisch. Außerdem auch blond. Ist bereits Gottschalk-Nachfolger: als Moderator der Goldenen Kamera. Schade nur: Er hat bereits definitiv abgesagt. © dpa
JÖRG PILAWA (45): Der Ex-ARD-Mann gilt seinem neuen Arbeitgeber ZDF wohl als Favorit. Zuschauer denken aber oft, wenn sie den Quizmaster ("Rette die Million!") sehen: netter Schwiegersohn, aber Showmaster? © dpa
MICHELLE HUNZIKER (34): Ihr trauen wohl nicht alle die Verantwortung zu. Die Schweizerin hat außerdem die Untiefen des deutschen Fernsehens gar nicht nötig, weil sie in Italien ein großer Star ist. © dpa
MARKUS LANZ (41): Der frühere RTL-Mann und ZDF-Spättalker ist eher Experte für sogenannte einfühlsame Gespräche am späten Abend als für Star-Interviews auf der "Wetten, dass..?"-Couch. © dpa
GÜNTHER JAUCH (54): Eine Samstagabendshow und dann auch noch die Nachfolge seines Freundes "Thommy"? Das passt nicht in die Strategie des Mannes, der sich ab Herbst als ARD-Polit-Talker etablieren will. © dpa
STEFAN RAAB (44): Das Multitalent will bestimmt nicht noch mehr Öffentlich-Rechtliches machen - ARD-Grand-Prix-Hilfe reicht. Mit "Schlag den Raab" hat er zudem sein "Wetten, dass... 2.0". © dpa
ANKE ENGELKE (45): Die Komikerin, die auch den Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf mitmoderieren soll, wäre auch gut für die Frauenquote am Samstagabend. Ist Deutschland reif dafür? © dpa
JOHANNES B. KERNER (46): Johannes B. Wer? Der Sat.1-Rückkehrer ist irgendwie in der Versenkung verschwunden. Hat sich mit dem ZDF überworfen und wird wohl kaum von dem Mainzer Sender gefragt werden. © dpa
HARALD SCHMIDT (53): Der intellektuelle Entertainer geht von der ARD zu Sat.1. Er gibt sich nicht mehr massenkompatibel. Der Erfolg seines Samstagabend-Versuchs bei "Verstehen Sie Spaß?" von 1992 bis 1995 war mäßig. © dpa
OLIVER POCHER (32): Publikum nicht reif für ihn? Oder aber er womöglich nicht reif genug fürs Publikum? Bekam nach einem "Wetten, dass..?"-Auftritt 2005 Ärger, weil er einer Zuschauerin eine Schönheits-OP empfahl. © dpa

Das ZDF wolle die Wettkönig-Entscheidung nicht revidieren. „Schummel-Vorwürfe sind so alt wie die Sendung selbst“, sagte Peter Gruhne von der Pressestelle auf Nachfrage der NWZ.

lib

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