Ex-First-Lady im Fokus

Wulff-Biographie soll verfilmt werden

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Bettina Wulffs Biographie sorgt auch im Fernsehgenre für Aufsehen.

Berlin - Ein paar Tage nach dem die Biographie von Bettina Wulff im Handel ist, steht die Filmwelt Schlange. Regisseur Nico Hofmann hat auch schon eine Idee, wer die Ex-First-Lady spielen könnte.

Der Produzent und Regisseur Nico Hofmann will die Biografie von Bettina Wulff (38) verfilmen. Er habe sich bereits Monate vor Erscheinen des Buches mit seiner Produktionsfirma teamWorx um die Rechte an dem Stoff beworben, sagte Hofmann der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. „Mich haben vor allem der Mut und die Offenheit von Bettina Wulff beeindruckt.“

Als Darstellerin könne er sich Silke Bodenbender (38, „Erlkönig“) vorstellen. Er wolle einen seriösen Film realisieren, „keine Komödie“, betonte Hofmann. Nicht Alt-Bundespräsident Christian Wulff, sondern die frühere First Lady solle dabei im Mittelpunkt stehen.

Ex-First Lady mit Tattoo: Das ist Bettina Wulff

Als Ehefrau des damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff sorgte sie für Jugend und Glamour in der Hauptstadt: Bettina Wulff (38). Ein Kurzprofil der früheren „First Lady“: © dapd
Geburtstag: 25. Oktober 1973 Geburtsort: Hannover Eltern: Inge und Horst Körner (Bankangestellter) © dapd
Schule: 1993 Abitur am Leibniz-Gymnasium in Hannover Studium: Medienmanagement und Medienrecht in Hannover Arbeit: PR-Managerin für verschiedene Firmen © dpa
Familienstand: verheiratet seit dem 19. März 2008 mit Christian Wulff Kinder: Leander Balthasar (geb. 2003) und Linus Florian (geb. 2008) Wohnort: Großburgwedel bei Hannover © dpa
Besondere Kennzeichen: Tätowierung auf dem Oberarm © dpa
Hobbys: Sport (Basketball) und Musik (Klavier, Blockflöte) Lieblingsmusik: Pop (die Rockband U2) bis Klassik (Smetanas „Moldau“) Lieblingsfernsehsendung: ARD-„Sportschau“ samstags um 18.00 Uhr © dapd
Die „First Lady“: Von Juni 2010 bis Februar 2012 brachte sie als jüngste der Bundespräsidenten-Frauen mit Patchwork-Familie, Spielecke und Kinderprogramm beim Präsidenten-Sommerfest frischen Wind ins Berliner Schloss Bellevue. © dapd
Engagement: Seit 2008 ist sie Schirmherrin der Stiftung „Eine Chance für Kinder“ zur Unterstützung benachteiligte Familien; als Präsidentengattin unter anderem Schirmherrin des Müttergenesungswerks und des Kinderhilfswerks Unicef. © dpa
Nico Hofmann will die Biographie von Bettina Wulff verfilmen.

Mit Dokudramen wie „Mogadischu“, „Dutschke“ oder die preisgekrönte Helmut-Kohl-Biografie „Der Mann aus der Pfalz“ hat Hofmann immer wieder auch Themen der Zeitgeschichte aufgegriffen. Für das Drehbuch denke er an den Autor Joachim Bitzer, der unter anderem den Kohl-Film geschrieben hatte. Als Beispiel für eine gelungene Filmbiografie sieht Hofmann Stephen Frears' „The Queen“, in der Hellen Mirren die Hauptrolle spielt.

„Bettina Wulff hat eine interessante und charismatische Persönlichkeit“, betonte Hofmann. In ihrer Biografie „Jenseits des Protokolls“ sieht er daher eine doppelte Ebene: „Einerseits die sehr persönliche Beschreibung eines Lebens und der Ehe an der Seite von Christian Wulff, zugleich aber auch ein Sittengemälde der deutschen Politik und wie eine Frau damit umgeht.“

Sollte die für das Fernsehen geplante Produktion zustande kommen, sei sie nur in enger Zusammenarbeit mit Bettina Wulff denkbar. „Die jetzt erschienene Biografie wird für die Verfilmung nicht ausreichend sein. Vielmehr geht es um eine Vertiefung und Zusammenarbeit.“ Bettina Wulff müsse Mitsprache beim Drehbuch und der Auswahl der Darsteller haben. „Solche Filme lassen sich nur eng mit den Betroffenen drehen“, sagte Hofmann. Diese Erfahrung habe er zuletzt bei der Verfilmung der Tragödie um den Bankierssohn Jakob von Metzler fürs ZDF gemacht.

dpa

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