Am Mittwoch und im Juli

ZDF strahlt Helene-Fischer-Konzerte aus

Berlin - Das ZDF will weiter von der Strahlkraft Helene Fischers profitieren. An diesem Mittwoch und im Juli sind die Zusammenschnitte zweier Konzerte der 30-jährigen Künstlerin im Programm.

Helene Fischer wird vermutlich auch durch das Jahr 2015 atemlos hetzen. Der Marktwert des Schlagerstars hat inzwischen seinen Höchstwert erreicht und wird dem blonden, nur 1,58 Meter großen Shootingstar Millionen-Umsätze bescheren. Ein deutscher Fernsehsender will am Erfolg der 30-Jährigen, die mit ihrem Titel „Atemlos durch die Nacht“ nach seinem Erscheinen im Oktober 2013 die Charts stürmte, teilhaben: das ZDF.

An diesem Mittwoch (20.15 Uhr) serviert der Mainzer Sender die Höhepunkte ihres Konzerts in der Hamburger O2-World vom Herbst 2014. Ihre Konzertshow „Farbenspiel“ ist ein Spiegel der vier Jahreszeiten, Helene Fischer will darin zeigen, wie vielfältig sie ist. Die gebürtige Russin singt neben „Atemlos durch die Nacht“ Hits wie „Phänomen“ oder „Marathon“ und schlüpft wie so oft in verschiedene Rollen und Kostüme.

In diesem Jahr plant das ZDF weiterhin, das Abschlusskonzert ihrer Stadiontournee im Juli im Berliner Olympiastadion sowie eine Ausgabe der „Helene Fischer-Show“ zum Jahresende zu übertragen, teilte der Sender mit. „Ich freue mich riesig auf meine beiden Konzerte im ZDF“, sagte die Bambi-Preis-Trägerin des vergangenen Jahres laut Mitteilung. „Besonders das Stadionkonzert im Sommer wird für meine Fans, die Zuschauer und natürlich für mich selbst ein fantastisches Erlebnis.“ In der ARD wird sie in einem „Tatort“-Krimi an der Seite von Til Schweiger zu sehen sein.

Das ZDF hatte im Ringen mit der ARD um den Shootingstar dennoch das glücklichere Händchen. Denn im September zeichnete der Sender die Udo-Jürgens-Geburtstagsgala mit Fischer und Johannes B. Kerner auf. Nach dem Tod des Liedermachers und Sängers wiederholte das ZDF die Show kurz vor Heiligabend. Am Ersten Weihnachtstag erreichte die im Dezember aufgezeichnete „Helene Fischer Show“ mit dem letzten Jürgens-Auftritt im TV prompt mehr als 6,5 Millionen Zuschauer. Die nationale Trauer passte genau zu Stimmung in der Show, in der der Star kurz vor seinem Bühnenabgang noch ein paar Tränen verdrückte.

Diese höchst emotionsgeladene Gala fand dann aber auch prompt ihre Kritiker. „Vermutlich ist die Fischer-Show das einzige TV-Reservat für die klassische Showtreppe und ölige Galane, die die Hauptperson des Abends von besagter Treppe auf die Bühne führen“, schrieb „Spiegel Online“ am Zweiten Weihnachtstag. „Ganz in Weiß, mit kurzem Cape angetan, wirkt Helene Fischer zu Beginn ihrer Show ein wenig wie eine Superheldin: Asepto-Girl, übernehmen Sie!“.

Dass die Lebensgefährtin von Volksmusikmoderator Florian Silbereisen ein Publikumsmagnet ist - daran führt kein Weg vorbei. Vielleicht erzeugt der kommerzielle Erfolg auch Neid innerhalb der TV-Branche. TV-Lästermaul Jan Böhmermann bezeichnete die Künstlerin „als die singende Sagrotan-Flasche“. Komikerin Carolin Kebekus (34) erntete mit ihrer Parodie „Atemnot“ nicht nur Lob, sondern zog sich auch den Groll der Fischer-Anhänger zu. „Erfolg macht neidisch. Ist hart anzuerkennen, nicht so ein Talent zu sein, nicht wahr Frau Kebekus?“, twitterte ein Fan.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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