Feo Aladags neues Werk

"Zwischen Welten": Beeindruckender Kriegsfilm

Berlin - Mit ihrem beeindruckenden Kriegsfilm „Zwischen Welten“ beweist Filmemacherin Feo Aladag, dass ihr Überraschungserfolg „Die Fremde“ keine Eintagsfliege war.

Der junge Afghane Tarik (Mohsin Ahmady) soll dem Soldaten Jesper (Ronald Zehrfeld) und seinem Bundeswehrtrupp beim Einsatz in einem Dorf nahe Mazar-I-Sharif helfen, mit der Bevölkerung in Kontakt zu kommen. Allmählich entwickelt sich zwischen den Männern eine Freundschaft. Nicht nur dadurch gerät der Dolmetscher Tarik zunehmend in Schwierigkeiten. Bald stehen er – und auch seine Schwester – zwischen den Fronten.

Mit ihrem beeindruckenden, exakt recherchierten Kriegsfilm „Zwischen Welten“ beweist die aus Wien stammende Filmemacherin Feo Aladag, dass ihr Überraschungserfolg „Die Fremde“ keine Eintagsfliege war. Im Gegenteil: „Zwischen Welten“ spielt geschickt mit den Elementen des Politthrillers und des Antikriegsfilms, verquickt diese zu einem beklemmend klaren Bild über das Leben in Kriegsgebieten und die Auslandseinsätze der Bundeswehr. Der Film ist bewusst dokumentarisch gehalten, was manchmal ein wenig zu Lasten der Charakterschärfe der Figuren geht. Auch mancher dramaturgische Einfall erweist sich im Verlauf als nicht sehr originell. Trotzdem gelingt es Kamerafrau Judith Kaufmann immer wieder scheinbar mühelos, sämtliche didaktischen Ansätze des mitunter überambitionierten Drehbuchs vergessen zu lassen.

ulf

Rubriklistenbild: © Björn Kommerell/Majestic/dpa

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