Kitsch bei Kerzenschein

TV-Kritik zu "Bachelor": Sendung bleibt ein Rätsel

Gewinnerin Leonie

Leonard hat Leonie gewählt: Der RTL-"Bachelor" ist beendet. Für Außenstehende bleibt die Sendung ein Rätsel, findet HNA-Redakteur Mark-Christian von Busse.

Wer - so wie ich - nur die allerletzte „Bachelor“-Folge eingeschaltet hat, konnte die Aufregung um die letzte verbliebene Rose des „Bachelors“ nicht nachvollziehen. Warum wollten 3,43 Mio. Zuschauer (10,9 Prozent Marktanteil) sehen, dass sich Junggeselle Leonard für Leonie aus Itzehoe (und nicht für die gebürtige Einbeckerin Daniela) entschied? Ein Rätsel.

Comedian Carolin Kebekus schließt in ihrer Show vom Namen des „Bachelors“, Freier, darauf, man dürfe die Kandidatinnen endlich offiziell Nutten nennen. Selbst wenn man so weit nicht gehen will: Zu durchsichtig wirkt die Inszenierung, zu billig wird die Sehnsucht nach Romantik an Traumkulissen bedient. Kitsch bei Kerzenschein. Alles sieht gescripted und gecastet aus: nach schlechtem Schauspielern. Auswendig gelernt klingt, wie der 31-Jährige Stationen der Staffel Revue passieren lässt, sodass die Bilder der blonden doppelten Lottchen eingespielt werden. Das „Kribbeln im Bauch“, von dem er säuselt, stellt sich bei dieser Fantasy aus dem sonnigen Florida nicht ein. Der „Bachelor“-Vater formulierte die entscheidende Frage: „Zündet der Knallbonbon oder zündet er nicht?“ Dem „Bachelor“-Novizen war’s leider total egal.

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