Letzter Fall für Ritter und Stark

TV-Kritik zum Berliner Tatort: "Sicherheiten wanken"

HNA-Redakteurin Bettina Fraschke

Es war der letzte gemeinsame "Tatort" für die Kommissare Ritter (Dominic Raacke) und Stark (Boris Aljinovic). Ritter war am Sonntagabend zum letzten Mal in der Folge "Großer schwarzer Vogel" zu sehen. Eine Kritik dazu von HNA-Redakteurin Bettina Fraschke.

Wie schön, dass Nick Caves großartiger Song „Push The Sky Away“ so eine zentrale Rolle im gestrigen Berliner „Tatort: Großer schwarzer Vogel“ bekam. Der australische Poet des Düster-Pop erzeugt musikalisch diese leicht flirrende Stimmung, in der man nicht recht weiß, ob man seinen Sinnen noch trauen kann, in der der Boden fast anfängt zu schwanken. Das passte zu dem spannenden, toll erzählten Fall von Jochen Dreve (Buch) und Alexander Dierbach (Regie).

Radiomoderator Nico Lohmann (Florian Panzner) geriet Stück für Stück sämtliche Sicherheit in seinem Leben ins Wanken, die er sich nach einem schweren Autounfall mühsam aufgebaut hatte. Aber auch bei den beiden Frauen in seinem Leben, bei seinem etwas undurchdringlichen Vater und bei dem Mann der beiden getöteten Unfallopfer beobachteten wir, wie sie gehörige Abstriche von ihren Lebensplänen machen oder mit den Konsequenzen aus deren Scheitern leben mussten.

Konzentriert und sensibel klärten die Kommissare Till Ritter (Dominic Raacke) und Felix Stark (Boris Aljinovic) den Fall auf. Es ist ein Jammer, dass dieses tolle Team nun ersetzt wird. In der letzten Folge im November muss Stark allein ermitteln. Dabei gibt es längst noch keinen Überdruss beim Zuschauen. fra@hna.de

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