Krimi um Medikamentenskandal

TV-Kritik zum Bodensee-Tatort: „Blass in den Sommer“

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Kai Perlmann (Sebastian Bezzel) und Mia (Natalia Rudziewicz).

Der „Tatort“ verabschiedet sich in die Sommerpause - und das oberflächlich und mit einer wenig überraschenden Handlung. Eine TV-Kritik von HNA-Kulturredakteur Mark-Christian von Busse.

Da war eher Baldrian als ein Aufputschmittel drin, im blassen „Tatort“ vom Bodensee über skrupellose Machenschaften der Pharmaindustrie. Nach dem Durchschnittsfall „Letzte Tage“ von Stefan Dähnert (Buch) und Elmar Fischer (Regie) fällt der Abschied in die „Tatort“-Sommerpause nicht ganz so schwer.

Früh ahnte man, dass die todkranke Studentin Mia (Natalia Rudziewicz) nicht nur hehre Motive hatte. Dass sich Kommissar Kai Perlmann (Sebastian Bezzel) bei seinen Ermittlungen in einer Krebshilfegruppe dermaßen Hals über Kopf in ihre Lebensgier verknallte, war so wenig nachvollziehbar wie seine permanente Sinnkrise. Klara Blum (Eva Mattes) behielt natürlich die Nerven und ihre stoische Ruhe, trotz des Kompetenzgerangels der Konstanzer Ermittler mit dem Schweizer Kollegen Matteo Lüthi (Roland Koch), das auch nicht mehr originell ist.

Anders immerhin als der schlüssige Gedanke, dass Profitgier von Medikamentenherstellern und verzweifelte Hoffnungen von Leukämie-Patienten einander ungut ergänzen können. Deren schreckliche Situation blieb allerdings ebenfalls klischeehaft und oberflächlich.

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