Letzter Fall für Dorfpolizist Horst Krause

TV-Kritik zum Brandenburger „Polizeiruf“: Zerrissene Welt

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Ein Flugzeugunfall ist der letzte Fall für Dorfpolizist Horst Krause vor der Rente.

Polizeihauptmeister Horst Krause rückte im Ersten zu seinem letzten Fall aus. Dazu eine TV-Kritik von HNA-Redakteurin Miriam Linke. 

Wenn Lebensträume zusammenbrechen, kann man entweder neu anfangen oder alles aufgeben. Martin Reef (Martin Feifel) entschied sich für Letzteres. Uwe Wilhelm (Buch) und Peter Kahane (Regie) gelang es im Brandenburger „Polizeiruf 110: Ikarus“ auf ruhige und gelassene Weise, die tiefe Zerrissenheit einer anscheinend heilen Welt aufzuzeigen. 

Nicht nur Reef musste erkennen, dass seine Firma vor dem Aus stand und er auf ungewollte Weise für den Flugzeugunfall seines Sohnes verantwortlich war. Auch Ermittler Horst Krause, der Reef schon lange kannte, stand mit seinem sonst guten Menschenverstand vor der Erkenntnis: Traue nicht mal deinem Freund. 

In seinem letzten Fall musste Krause mit Kommissarin Olga Lenski (Maria Simon) ein geschickt konstruiertes Beziehungsgeflecht entwirren. Und auch wenn sich der Zuschauer gleich zu Beginn fragte, warum Reef seinen im Koma liegenden Sohn im Krankenhaus partout nicht besuchen mochte, blieb die Handlung spannend und unvorhersehbar. Im Mittelpunkt standen Protagonisten und der Fall an sich, nicht das Privatleben der Kommissare. Bitte mehr davon, auch ohne Krause. Denn für ihn war es „Zeit zu gehen.“ 

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