TV-Kritik zum Kieler Tatort: „Feuer unterm Eis“

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Klaus Borowski

Klaus Borowski, der Kieler „Tatort“-Kommissar, ist einer der vielschichtigsten Ermittler der populären Reihe. Borowski ist fähig, aber zugeknöpft, schroff, abweisend. Ein schwieriger Chef. Eine TV-Kritik von Mark-Christian von Busse.

Es wirkt immer, als ob hinter Borowskis Unzugänglichkeit eine große Portion Unsicherheit steckte. Axel Milberg spielt diesen merkwürdigen Borowski, der mit seinem Job verheiratet zu sein scheint, großartig.

Im hervorragenden Fall „Borowski und der brennende Mann“ über Erinnerung, Schuld und Rache, über Misstrauen und Toleranz geriet die Gefühlswelt des nüchternen Kommissars in Turbulenzen. Der eigene Vorgesetzte (Thomas Kügel) entzog sich Borowski, schwieg, wo er hätte reden müssen: ein Vertrauensbruch. Dafür schmeichelten Anerkennung und Zuneigung der fröhlichen Schleswiger Kollegin Einigsen (Lisa Werlinder) sein sensibles Ego. Vielleicht taut Borowski, der diesmal in einer Eislandschaft ermittelte, ja doch noch auf.

Verantwortlich für den von Daniel Nocke geschriebenen Film mit einprägsamer Bildsprache und starken Darstellern ist Lars Kraume. Er hat das tolle Frankfurter Team Krol/Kunzendorf erfunden. Wäre schön, wenn er künftig öfter in Kiel dreht.

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