TV-Kritik zur ARD-Krimireihe

Kölner Tatort "Mitgehangen": Eine Frage bleibt am Schluss

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Hinterfragt seinen Job: Kommissar Max Ballauf (Klaus J. Behrendt). 

Die Folge "Mitgehangen" war spannend bis zum Schluss, findet unsere Autorin. Eine Frage drängt sich dann aber am Ende des "Tatorts" auf. 

Keine Experimente. Der Kölner Tatort „Mitgehangen“ war ein grundsolider Krimi, der berührte. Nicht nur, weil der Fall spannend war: Bis kurz vor Schluss war nicht klar, wer der Mörder ist. Auch, wie der Zusammenhalt der Familie, die in ihrer eigenen Welt lebte, zerbröselte, ging einem nahe. 

Verstärkt wurde das durch die Inszenierung: Man sah kaum Aufnahmen in der Totalen, alles blieb eng abgesteckt und die Kamera dicht an den Personen dran (Regie: Sebastian Ko).

Es waren aber auch der Konflikt zwischen dem irritierend kalt agierenden Ermittler Ballauf (Klaus J. Behrendt) und seinem Kollegen Schenk (Dietmar Bär) sowie die starke Besetzung – allen voran Moritz Grove als zarter, verzweifelter und brutaler Vater – die dafür sorgten, dass „Mitgehangen“ fesselte.

Bei Ballaufs Schlussmonolog wurde klar, dass es für ihn um mehr als um die Tätersuche ging: Als junger Polizist ist einem nicht klar, worauf man sich einlässt. Im Einsatz kommt man oft in absolute Krisensituationen hinein. Das muss man aushalten. Ballauf ist an einem Punkt, an dem er das für sich hinterfragt. Nach diesem tollen „Tatort" dürften sich nicht nur Fans der WDR-Ermittler jetzt diese bange Frage stellen: Quittiert Ballauf bald den Dienst?

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