Neue Assistentin überzeugt

TV-Kritik zum Kölner Tatort: Voller Melancholie

Gerade erst feierte die auch von der Presse geschätzte "Liebes-Päpstin" Natascha Klein den zwanzigmillionsten Kunden ihrer Internet-Partneragentur Lovecast. Dann wurde sie erschlagen in ihrem Büro gefunden. HNA-Redakteurin Bettina Fraschke über den neuen Tatort aus Köln.

Bettina Fraschke, E-Mail: fra@hna.de

Wie verändern sich unsere Liebesansprüche im Zeitalter der Internet-Suche? Wenn Online-Partnerschaftsportale versprechen, per Suchalgorithmus den perfekten Partner zu finden, wachsen womöglich die Ansprüche ins Unerfüllbare.

Dieses Thema des Kölner "Tatort: Wahre Liebe" war aktuell und vielschichtig. Die Filmumsetzung konnte das Potenzial allerdings bei einigen guten Ansätzen nicht voll ausschöpfen. Es haperte etwa bei den Dialogen von Autor Maxim Leo, die sich oft in Betulichkeits-Plattitüden erschöpften, wenn die Herren Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) über das Funktionieren einer Partnerschaft sinnieren. Das ging weiter mit dem arg spürbaren Bemühen, das Krimithema in der Privatwelt der Ermittler zu spiegeln.

Schön gelungen war es, die ganze Stimmung der von André Erkau inszenierten Folge so weich, melancholisch, verträumt anzulegen. Dazu wiederum passte die Einkerkerung überhaupt nicht (und sie war auch nicht nötig).

Absolut sehenswert war die Berliner Volksbühnen-Schauspielerin Kathi Angerer als neue Assistentin Gabi. Wie sie ihre Figur ungreifbar und faszinierend zwischen schüchtern und taff anlegte: davon bitte mehr.

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