"Er passt noch"

TV-Kritik: Matthias Lohr über den neuen "Schimanski"

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Horst Schimanski (Götz George).

HNA-Kulturredakteur Matthias Lohr über den neuen Schimanski, der als selbstironischer Rentner mit nun schon 75 Jahren noch immer eine feste Größe ist.

Horst Schimanski ist nicht mehr der Alte. Gleich in der ersten Szene seines 46. Falls „Loverboy“ versuchte der ehemalige Duisburger Kommissar vergeblich, seine Hose zuzuknöpfen. Sie sei zu eng, klagt er. „Nein, du bist zu fett“, entgegnet seine Dauerfreundin Marie Claire (Denise Virieux).     

Schimanski-Darsteller Götz George ist nun 75, aber in den Sonntagabend zwischen all die „Tatort“- und „Polizeiruf“-Folgen passt seine Figur immer noch sehr gut – auch wenn manche Action-Szene mittlerweile aussieht, als hätte sie der Praktikant von „Alarm für Cobra 11“ inszeniert.     

Regisseur Kaspar Heidelbach, der einst die Kölner „Tatort“-Kommissare miterfand, und Autor Jürgen Werner erzählten eine erschütternde Geschichte um Loverboys, die Mädchen die Seele rauben und sie dann auf den Strich schicken. Schimanski wühlte aus einem Umzugskarton wieder seinen legendären beigen Anorak und mischte als Rentner sehr selbstironisch mit.     

Das Raubein hat jetzt sogar ein Handy, weiß aber nicht, wie man damit telefoniert. Einmal redet er mit einem alten Gangster über Gestern und Heute und meint: „Der Pott ist jetzt iPod. Niemand vermisst uns.“ Da liegt er falsch. Ohne Schimmi würde uns was fehlen. mal@hna.de

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