Fernseh-Kritik

"Mein Lokal, Dein Lokal" ist wohl bekömmliche TV-Unterhaltung

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Seine Stimme gibt den Ausschlag: Profikoch Mike Süsser.

In dieser Woche waren fünf Restaurants aus der Region bei der Kabel-1-Sendung "Mein Lokal, Dein Lokal" zu sehen. Dazu eine TV-Kritik der Kulturredakteurin Maja Yüce.

Wer heute eine Currywurst von der Imbissbude isst und morgen in einem edlen Restaurant ein Menü bestellt, wird wohl kaum auf die Idee kommen, diese beiden Gerichte ernsthaft miteinander zu vergleichen. Das ist doch so klar wie Kloßbrühe. Und: Dieser Gedanke liegt Mike Süsser auch fern, wenn er, wie in dieser Woche bei Kabel 1 zu sehen, in die Restaurants geht, die sich im „Mein Lokal, Dein Lokal“-Wettbewerb messen. 

Nicht nur die Mitstreiter, auch der TV-Koch wurde bekocht. Er schenkte gestern in der finalen Folge den fünf Köchen reinen Wein ein. Dabei verglich er das Essen, das man ihm im Siegerrestaurant „Grischäfer“ in Bad Emstal, im „Riedesel“ in Baunatal, im „Rinklin Weidengarten“ in Ahnatal, den „Fulda Terrassen“ in Kassel und in der „Reblaus“ in Hann. Münden servierte, nicht miteinander. Mike Süsser gab praktische Tipps, bewertete Tag für Tag neu, was ihm aufgetischt wurde und maß das an den Aussagen der Köche. 

Wer vorab den Mund sehr voll nahm („Die besten Schnitzel Kassels“), hätte entsprechend auftischen müssen. Doch selbst wer auf kleiner Flamme kochte, bekam zwar durch das Urteil des TV-Kochs und der Mitstreiter – die so manches Haar in der Suppe fanden – sein Fett weg, landete aber nicht in Teufels Küche.

„Mein Lokal, Dein Lokal“ hat gezeigt, wie fair, spannend und zugleich vorzüglich Privatfernsehen sein kann, wenn sich die Protagonisten mal nicht durch den Kakao ziehen. Kompliment an die Küche.

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