TV-Kritik zum Münster-"Tatort": Ein echter Thriller

Der Münster-„Tatort“ überzeugte mit vielen Spannungs-Erzeugern, fand unsere Kritkerin Bettina Fraschke.

Stirbt Karl-Friedrich Boerne? Natürlich nicht, das war irgendwie klar im 30. Fall der Ermittler im Münsteraner „Tatort: Feierstunde“. Aber obwohl man sich das sicherlich denken konnte und obwohl generell der Verdacht naheliegt, dass den Machern akut nichts Neues einfällt, wenn sie in einer Krimifolge ihre beliebte Hauptfigur in Lebensgefahr bringen, bot der „Tatort“ von Elke Schuch (Buch) und Lars Jessen (Regie) viel Spannung.

Die Geiselnahme durch Boernes Medizinerkollegen und ewigen Konkurrenten Harald Götz (Peter Jordan) entwickelte Thrillerqualität. Der Charakter entstand durch die kühle Bildsprache, vor allem in der Tötungsfantasie von Harald Götz, außerdem durch Handlungsdetails, wie die Debatte der gefangenen Mediziner, die den körperlich immer schwächeren Boerne plötzlich selbst umbringen wollten und schon um seinen Posten rangen.

Schön durch die Folge hindurch entwickelt wurde die ewige Auseinandersetzung zwischen Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl) und der Psychologin Dr. Corinna Adam (Oda Thormeyer), die erst sympathisch und um die Patienten ernsthaft bemüht wirkte, ihre seelischen Abgründe dann aber desto überraschender offenbarte.

Rubriklistenbild: © WDR/Willi Weber

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