TV-Kritik zum Münster-"Tatort": Ein schöner Spaß

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Ein witziges Paar: Boerne (Jan Josef Liefers, hinten) und Thiel (Axel Prahl).

Boerne und Thiel als schwule Eheleute - köstlich. Das meint HNA-Redakteurin Bettina Fraschke in ihrer TV-Kritik des neuesten Tatorts aus Münster.

Wie Kommissar Thiel den Pathologen Boerne mit Todesverachtung "Bärchen" nennt, weil ihm das immer noch leichter von den Lippen geht, als "Karl-Friedrich" zu ihm zu sagen ... Einer von vielen netten Gags in einer bewährt komischen bis leicht albernen Münsteraner "Tatort"-Folge.

"Erkläre Chimäre" von Stefan Cantz und Jan Hinter (Buch) sowie Münster-Routinier Kaspar Heidelbach (Regie) gelang wieder einmal, was den Erfolg des beliebtesten "Tatort"-Teams bei der Fan-Gemeinde ausmacht: eine spannende Folge zu gestalten, bei der man den Ermittlern gern folgt, obwohl der Fall komplett nebensächlich, gar irrelevant bleibt. Die bizarre Auflösung, die Boerne noch mal im Modus erhobener Zeigefinger medizinisch erklären musste geschenkt.

Schwach und nervig war allenfalls Christian Kohlund, dem man weder die Trauer über den Tod seines Lovers noch überhaupt seine Figur ansatzweise glaubte.

Ansonsten machten wohlgesetzte Wortgefechte und kleine Scharmützel zwischen Haller, Boerne, Klemm und Thiel wieder einfach viel Spaß. Und: Es war höchste Zeit, dass Nadeshda befördert wurde.

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