TV-Kritik zum neuen "Tatort" in Dresden: Gelungener Einstand

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"Tatort" Dresden : Die Kommissarinnen Henni Sieland (Alwara Höfels, links) und Karin Gorniak (Karin Hanczewski) verhören den Konzertveranstalter Maik Pschorrek (Andreas Guenther).

Das neue Ermittler-Duo aus Alwara Höfels und Karin Hanczewski überzeugt beim ersten Dresdner "Tatort", findet HNA-Kulturredakteurin Bettina Fraschke.

Schade, dass Jella Haase als Polizeianwärterin nur ein kurzes Intermezzo im neuen Dresdner „Tatort“ gegeben hat. Sie war witzig, wie man es von dem „Fack ju Göhte“-Star kennt. Das war aber auch der einzige Wermutstropfen beim Einstand des neuen sächsischen Ermittlerteams. Die Folge „Auf einen Schlag“ von Ralf Husmann und Regisseur Richard Huber bot spannendes Krimifutter aus der erzählerisch ergiebigen Welt des Schlager-Business.

Vor allem aber überzeugte das neue Team um die Ermittlerinnen Henni Sieland und Karin Gorniak: zwei starke Frauen, die privat ihr Päcklein zu tragen haben, beruflich aber alles geben wollen.

Es machte Freude, Kinostar Alwara Höfels und die frühere Göttinger Schauspielerin Karin Hanczewski in ihrem Zusammenspiel zu erleben. Großartig dazu passte Martin Brambach als granteliger Chef Peter Michael Schnabel. Er muss allerdings aufpassen, dass seine Figur nicht zu klamottig wird.

Wie es Autor Husmann gelungen ist, an vielen Stellen die aktuell aufgeheizte Stimmung in Dresden durchscheinen zu lassen, ohne ein VHS-Lehrstück über sozialen Wandel daraus zu machen, war beeindruckend. Der Film wurde so auch zum Porträt einer Gesellschaftsgruppe, die sich schon dann als Verlierer fühlt, wenn sie nicht jederzeit Autogramme von den geliebten Heile-Welt-Stars bekommt.

Zwei Mal im Jahr werden die Dresdner ermitteln. Darauf kann man sich freuen.

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