Doppelfolge mit Kommissaren aus Magdeburg und Roßtock

TV-Kritik zum Polizeiruf 110: Schmerzlicher Abschied

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Die Kommissare Alexander Bukow (Charly Hübner, von links), Doreen Brasch (Claudia Michelsen), Katrin König (Anneke Kim Sarnau) und und Jochen Drexler (Sylvester Groth) ermittelten gemeinsam.

Das ganz große Erzählformat ist gerade schwer angesagt bei unseren öffentlich-rechtlichen TV-Sendern. Fünf Folgen „Blochin“ in drei Tagen im ZDF, sechs Folgen „Weissensee“ in drei Tagen in der ARD und jetzt eine Doppelfolge „Polizeiruf 110“ mit den Kommissaren aus Magdeburg und Rostock.

Puh, das ballt sich arg. Etwas unübersichtlich blieb der gestrige Fall, auch wenn sich das Handlungs- und Beziehungsdickicht im Vergleich zur vergangenen Woche deutlich lichtete. Und das sperrige 90er-Jahre-Thema Transferrubelbetrug wurde einem so auch nicht wirklich nähergebracht. 

Regisseur und Autor (mit Anika Wangard) Eoin Moore verschärfte in „Wendemanöver 2“ aber eine spannende zweite Handlungsebene, wo es um die Einflussnahme der Väter auf ihre Söhne und die schwierige Abgrenzung der Nachkommen ging. Nicht nur in der Industriellen-Familie, auch bei Ermittler Alexander Bukow (Charlie Hübner). Dieser Aspekt war gut gemacht. 

Die Zusammenarbeit der beiden so hübsch unterschiedlichen Teams trug viele dramaturgische Früchte. Schmerzlich ist der Abschied von Sylvester Groth. Sein Kommissar Jochen Drexler war ein spröder Typ – das war eine tolle, eigenwillige Rollengestaltung. Und seine schwule Liebesnacht zwischen Scheu und Begehren wird im Gedächtnis der „Polizeiruf“-Reihe bleiben.

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