TV-Kritik zum „Polizeiruf 110“ - Ein starkes Debüt

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Horst Krause als Polizeihauptmeister Krause und Maria Simon als Hauptkommissarin Lenski in der "Polizeiruf 110"-Folge "Die verlorene Tochter" von Bernd Boehlich.

"Ich bin nicht strafversetzt", stellte sich die neue Potsdamer „Polizeiruf“-Kommissarin Olga Lenski den Kollegen vor, „ich wollte einfach wieder nach Hause“.

Lenski, zuvor beim BKA, in New York und Amsterdam, badet in den sonnengefluteten Seen Brandenburgs, sie spricht den Slang des Landes, so mit „allet“ und „nüscht“, und es dauerte in ihrem ersten Fall „Die verlorene Tochter“ nur ein paar Minuten, bis sie sich couragiert illegal Zutritt zu einer Wohnung verschafft hatte.

Andererseits denkt sie, mit ihrer Lehrerinnen-Brille, ab und zu ziemlich gründlich nach: eine unkonventionelle Ermittlerin, die sich nichts vormachen lässt. Maria Simon hatte ein starkes Debüt im mit Rüdiger Vogler, Burghart Klaußner und Tom Schilling bestens besetzten, aber nicht durchweg schlüssigen Krimi, für den „Polizeiruf“-Veteran Bernd Böhlich (Buch, Regie) verantwortlich zeichnete.

Noch hat es geknirscht zwischen der 35-Jährigen und den Polizisten im beschaulichen Brandenburg, vorneweg der anständig-korrekten Horst Krause (Horst Krause). Aber mit Olga Lenski ist, so scheint es, gut Kirschen essen. Und für den „Polizeiruf“ ist sie ein Gewinn.

Mark-Christian von Busse über den „Polizeiruf 110“

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