TV-Kritik zum „Polizeiruf 110“: Tragisches Duo

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Bildtext: Sohn und Mutter: Enrico (Anton Spieker) sowie Heidi Schoppe (Ulrike Krumbiegel).

Es ist wohl das Bedürfnis einer jeden Mutter, ihr Kind vor allem Schaden zu bewahren. Genau das zeigte der „Polizeiruf 110: Muttertag“.

Eine Mutter, die sich aufopferte für ihr Kind und damit selbst in Gefahr geriet. So war Heidi Schoppe (Ulrike Krumbiegel), Mutter des zweifachen Mörders Enrico (Anton Spieker), der Star des Krimis der Autoren Anika Wangard und Eoin Moore, der auch Regie führte. Heidi und ihr Sohn Enrico.

Denn zunächst erschien die Handlung des „Polizeirufs“ rund um das Team von Olga Lenski (Maria Simon) und deren Partner Adam Raczek (Lucas Gregorowicz) fast öde. Der Besitzer einer polnischen Tischlerei wurde tot im Wald gefunden. Von seiner Geliebten Sabrina Uhl (Jennifer Krannich), eine junge Frau aus dem nahe gelegenen Dorf in Deutschland, fehlte aber jede Spur. Spannung kam erst mit dem Auftreten von Enrico auf, der unter Verdacht stand,

Sabrinas Mörder zu sein. Wie Spieker Enrico als hilflosen Buhmann in diesem trostlosen Dorf an der Grenze spielte, bewegte: „Hier gloobt mir doch keener.“ Seine Mutter tat es aber und der Zuschauer wollte es auch, das Misstrauen blieb. Krummbiegel, Wangard und Moore zeichnen das tragische Bild einer Frau, deren Wunschbild eines Kindes, das ihr rosa Karten zum „Muttertag“ schenkt, sich in Luft auflöste. Der Film weckte Mitgefühl mit der Heidi Schoppe, auch bei Lenski, die mit ihrem Dasein als Mutter und Kommissarin hadert.

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