TV-Kritik des "Polizeiruf": Die böse Liebe

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Maria Simon als Kommissarin Olga Lenski und Horst Krause als Polizeihauptmeister Horst Krause.

Maria Simon ist als Olga Lenski ein Glücksfall für den Brandenburger „Polizeiruf“. Zu Beginn ihres zweiten Falls trat sie ihrem Kollegen, dem ebenso gemütlichen wie dicken Horst Krause (Horst Krause), mit einem kleinen Babybauch gegenüber.

Auf die Frage, ob sie zugenommen habe, antwortete Lenski: „Bald seh ich so aus wie Sie.“ Das wäre nicht schön, denn auch „Zwei Brüder“ (Buch und Regie: Nils Willbrandt) lebte von den gegensätzlichen Figuren: hier die junge und zielstrebige Lenski, die sogar das Armaturenbrett ihres Vans mit Post-it-Zetteln vollklebt, um keine Spur zu verlieren; dort der alte Revierpolizist, bei dem manches ein bisschen länger dauert und der dann doch manchmal der Schnellere ist. Gemeinsam lösten sie den Mord an einem toten Pferdezüchter. Eine tolle Barbara Auer spielte die Ehefrau, Mutter und traurige Heldin in dieser Familientragödie und sagte den wichtigsten Satz: „Die Menschen, die wir lieben, sind nicht immer gut für uns.“

Das gilt hoffentlich nicht für Simon und ihren Mann, den ehemaligen „Tatort“-Kommissar Bernd Michael Lade. Beide haben gerade eine Tochter bekommen, weshalb Simon im Frühjahr für eine Folge von Sophie Rois vertreten wird. Auch sie wird wohl ein Glücksfall für den „Polizeiruf“.

Von Matthias Lohr

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