TV-Kritik zum "Polizeiruf" aus Rostock: Gruselige Hassliebe

Andreas Schmidt spielte Arne Kreuz. Foto: ndr

Einen unheimlichen Fiesling hat Andreas Schmidt im Krimi "Polizeiruf 110: Familiensache" überzeugend verkörpert. Das meint Marc Hörcher über den neuen Rostocker Krimi.

Als psychisch kranker Familienvater Arne Kreuz zog er eine Blutspur durch Rostock und ermordete seine Ehefrau und seine eigenen Kinder, weil seine Ehe in die Brüche ging.

Die Ermittler Katrin König (Anneke Kim Sarnau) und Alexander "Sascha" Bukow (Charly Hübner) nahmen die Verfolgung auf, kamen aber bis zum spektakulären Finale mehr als einmal zu spät. Der Täter indes drückte seine Opfer fest an sich und dekorierte sie nach dem Mord mit Blumen. Eine gruselige Hassliebe, die dieser Mann für seine Familie empfand. Das sorgte für Gänsehaut in diesem spannenden Thriller. Geichzeitig schaffte es Regisseur und Drehbuchautor Eoin Moore, das Thema nicht zu reißerisch, sondern mit Fingerspitzengefühl zu inszenieren. Er erzählte zwar eine dramatische Handlung, zeigte aber nicht jeden Mord.

Die Nebenhandlung um Bukow, der ebenfalls mit Eheproblemen zu kämpfen hatte, brachte zusätzliche Brisanz in den Fall. Dieses Thema, das sich bereits durch vorherige Rostocker Folgen zog, fügte sich gut in das Gesamtwerk ein. Die Geschichte bietet genug Stoff, um noch weiter erzählt zu werden.

E -Mail an den Autor: mah@hna.de

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