Horizontales Erzählen

TV-Kritik zum Rostocker "Polizeiruf 110": Im Kopf verankert

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Die Ermittler Katrin König (Anneke Kim Sarnau) und Sascha Bukow (Charly Hübner).

Die Polizeiruf-Folge "Sturm im Kopf" verknüpfte perfekt Spannung mit reichlich Nebenhandlung. Das meint HNA-Redakteurin Bettina Fraschke in ihrer TV-Kritik.

Es ist, als habe man in der Fernsehwelt soeben ein Wundermittel entdeckt: das horizontale Erzählen. Voll im Trend wird es derzeit ständig als Lösung für schwächelnde Senderprofile gehypt. Dabei ist es keineswegs neu. Der Rostocker „Polizeiruf 110“ praktiziert schon seit 2010 dieses Fortführen von Handlungssträngen über viele Serienfolgen hinweg.

In dem elften Fall des Ermittlerteams Sascha Bukow (Charly Hübner) und Katrin König (Anneke Kim Sarnau) war wieder einmal zu besichtigen, wie es durch ein überzeugendes Buch (Florian Oeller) und eine gute Regie (Christian von Castelberg) gelingt, einen spannenden Krimifall mit den zahlreichen weitergeführten Nebenerzählungen so zu verknüpfen, dass beides zu seinem Recht kommt.

Die Folge „Sturm im Kopf“ bewies wieder einmal, dass die Rostocker zu den spannendsten Ermittlern in der TV-Krimi-Landschaft gehören. Ihr Fall verknüpfte die Themen Subventionsbetrug, erneuerbare Energie und Erpressung. Episodenhauptdarsteller Christian Friedel meisterte die schwierige Darstellung eines Gedächtnisverlusts toll, und wie Bukow/König völlig verzweifelt im Dreck lagen und sich kurz im Arm hielten, gehört zu den Bildern, die im Kopf bleiben.

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