TV-Kritik zum Stuttgarter „Tatort“

TV-Kritik zum Stuttgarter „Tatort“: „Eine unnötige Katastrophe“

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Thorsten Lannert (Richy Müller, links) und Sebastian Bootz (Felix Klare).

Zum zweiten Mal hatten es die beiden Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz im Stuttgarter Tatort mit dem Waffenschieber Victor de Man zu tun. Allerdings ging es in dem Krimi nicht nur um Ermittlungen, sondern auch ins Private. Eine TV-Kritik von Bettina Fraschke.

Nein, das darf nicht wahr sein. Sebastian Bootz’ Ehe steht nach dem „Tatort: Spiel auf Zeit“ vor dem Aus. Dabei war der sympathische Stuttgarter Kommissar eine singuläre Erscheinung in der „Tatort“-Ermittlerriege: Wer lebt schon sonst in einer intakten Familie?

Dass Autor Holger-Karsten Schmid, der die Figuren 2008 entwickelt hatte, Bootz (Felix Klare) diese private Katastrophe ins Drehbuch geschrieben hat - aus heiterem Himmel, wohlgemerkt – ist ein unbarmherziger Akt, der nicht sein musste. Und für den aktuellen Fall dramaturgisch nichts brachte.

Der war von Regie-Routinier Roland Suso Richter spannend inszeniert. Die Kommissare Bootz und Lannert (Richy Müller) rangen mit Staatsanwältin Álvarez (Carolina Vera) um die richtige moralische Haltung im Umgang mit dem Verbrecher. Dazu kamen die fesselnd aufgebauten Action-Szenen. Störend war wieder einmal, dass vieles doppelt erklärt werden musste.

Der Fall lebte auch von dem sehenswerten Schauspieler Filip Peeters, der dem Waffenschieber Victor de Man eine tolle Aura von Charme und Undurchdringlichkeit verlieh.

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