Kommentar

"Ein kranker, kluger Kopf": Lasse Deppe über den Tatort aus Dortmund

Schauerhafte Monologe, überraschend wenig Wutausbrüche, düstere Stimmung: Wie HNA-Volontär Lasse Deppe den Tatort aus Dortmund fand, lesen Sie hier:

"Ein kranker Kopf kann sich am besten in die Gedankenwelt anderer Gestörter versetzen. So lässt sich die Ermittlungsarbeit des Dortmunder Tatort-Kommissars Peter Faber (Jörg Hartmann) zuspitzen. Auf diese Weise führten auch die Nachforschungen in „Auf ewig dein“ (Drehbuch: Jürgen Werner) zum Ziel.

Selbst die Kinderleiche zu Beginn war nicht annähernd so schauerlich, wie Fabers Monologe, mit denen er nachzufühlen versuchte, wie sich ein Pädophiler zum Missbrauch reizen lässt.

Überraschenderweise blieben diesmal die großen Wutausbrüche aus, und das obwohl er vom brillant gespielten Täter (Florian Bartholomäi) bis aufs Blut gereizt wurde.

Dass beide eine gemeinsame Vergangenheit haben, wirkte dabei zwar etwas konstruiert, funktionierte aber aufgrund der über drei Folgen eingewobenen Geschichte um Fabers tote Familie erstaunlich gut.

Die abseitigen Handlungsstränge um Fabers Kollegen - ungewollte Schwangerschaft und Callboy-Erpressung - hingegen waren verzichtbar. Eine positive Grundstimmung ließ Regisseur Dror Zahavi schon technisch nicht aufkommen.

Die Bilder wackeln nervös, ein Grauschleier taucht alles in blasskalte Farben. Knallige Bilder wären aber angesichts der Thematik Kindesmissbrauch auch unpassend." lad@hna.de

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