Drehbuch lässt ratlose Zuschauer zurück

TV-Kritik zum Tatort aus Kiel: "Ehrgeiziger Ansatz"

Im "Tatort" aus Kiel kamen sich die Ermittler Klaus Borowski und Sarah Brandt ein gutes Stück näher. Die Ermittlungen der beiden ließen jedoch einige Fragen offen. Verena Koch über den "Tatort" aus Kiel.

Umweltschutz und ein skrupelloses Unternehmen: Mit seinem Drehbuch zum Kieler "Tatort" hat sich Christian Jeltsch eines brandaktuellen Themas angenommen. Für die Rechte an seltenen Erden - Metallen, die zur Herstellung von Handys, TV-Flachbildschirmen und PCs benötigt werden - ging das Unternehmen Marex über Leichen.

Anstatt aufzurütteln, verlor sich das komplexe Thema in "Borowski und das Meer" jedoch in einem Handlungs-Wirr-warr mit einer Leiche, die dann doch keine ist. Auch die Frauen in dem "Tatort" gaben nicht nur dem Ermittler-Duo Klaus Borowski (Axel Milberg) und Sarah Brandt (Sibel Kekili) Rätsel auf. Zwischen dem Beziehungsgeflecht von Chefin, Ehefrau und der Geliebten des verschwundenen Toten ging der ehrgeizige Ansatz des Umwelt-Themas in der Regie von Sabine Derflinger beinahe vollkommen unter.

Sehenswert waren jedoch Milbergs Tauchgang in einem Mini-U-Boot und die gemeinsame Gesangseinlage der Kieler Kommissare.

Am Ende brachte es Borowski selbst am besten auf den Punkt: "Seltsamer Fall, seltsame Frauen." Das Drehbuch ließ die Zuschauer zwar mit dem guten Gefühl, dass jemand für den Mord zur Rechenschaft gezogen wird, aber dennoch etwas ratlos zurück.

Schreiben Sie unserer Autorin: vko@hna.de

Rubriklistenbild: © NDR

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.