TV-Kritik zum "Tatort" in Köln: Köstlich klassisch

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Bleiben bodenständig: Die "Tatort"-Kommissare Freddy Schenk (Dietmar Bär, links) und Max Ballauf (Klaus Behrendt) in Köln.

Nein, für die Freunde von Geballer, Blut und großem Drama ist der aktuelle Kölner „Tatort“ nichts. Für Freunde klassischer „Tatort“-Spannung schon, findet HNA-Volontär Benedikt Dittrich.

Neben dem überdrehten Klamauk aus Weimar und den psychischen Abgründen aus Dortmund darf es auch mal ein traditioneller Krimi mit einer soliden Handlung, normalen Typen und einem einigermaßen realitätsnahen Schauplatz sein. So wie im Fall „Narben“.

Die Ermittlungen von Max Ballauf (Klaus Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) in der Rhein-Metropole laufen zwar Gefahr, in Flüchtlingsklischees unterzugehen. Als aber deutlich wird, dass der Tod des kongolesischen Arztes Patrick Wangila eben nicht mit prügelnden Polizisten, Neonazis oder Drogenhändlern zu tun hat, nimmt die Handlung eine interessante Wendung. Auch wenn Regisseur Torsten Fischer und Autor Rainer Butt den Bürgerkrieg im Kongo in die Handlung einweben: Das Mordmotiv bleibt am Ende bodenständig und menschlich.

Schließlich muss es auch nicht immer um Mafia, Menschenhandel oder Massenmord gehen. Deswegen macht das Team in der Domstadt Spaß. Die Kommissare haben außerdem keine persönlichen Probleme zu bewältigen, es kriselt auch nicht ständig in der Zusammenarbeit. Alberne Vorgesetzte gibt’s auch nicht. Das ist gute, klassische Krimi-Kost aus Köln.

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