TV-Kritik zum "Tatort" aus Köln: Über Gut und Böse

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Stress miteinander: Freddy Schenk (Dietmar Bär), Max Ballauf (Klaus J. Behrendt).

Freddy Schenk und Max Ballauf überzeugen auch nach 18 "Tatort"-Jahren noch. Die Kölner Folge "Dicker als Wasser" war aber vor allem deshalb gut, weil der großartige Armin Rohde mitspielte, findet HNA-Kulturredakteur Mark-Christian von Busse.

Dass die Fassade des "Gentlemankillers" Ralf Trimborn täuschte, dafür stand schon der Rotwein, den er zum Wolfsbarsch öffnete. Eine große Szene, wie sich der unberechenbar-brutale Verbrecher, dessen Jähzorn Armin Rohde großartig spielte, und Kommissar Freddy Schenk (Dietmar Bär) wie zum Duell gegenübersaßen.

Schenks Furor - Zorn über das Versagen der Justiz und die Schlechtigkeit der Welt an sich - musste zwar sein Kollege Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) einfangen und bändigen. Dass beide aber "aus einem Holz geschnitzt" seien, wie der auf allzu großem Fuß lebende Totschläger behauptete, war genauso eine Selbsttäuschung wie sein Selbstbild als "ein bisschen impulsiv". Rohde gab vielmehr einen Familientyrannen zum Fürchten.

Welche Chance hat der Sohn eines solchen Vaters, wie kann er sich seinem Einfluss entziehen? Davon handelte der klar und stringent erzählte Kölner "Tatort: Dicker als Wasser" von Norbert Ehry (Buch) und Kaspar Heidelbach (Regie) mitsamt faustdicker Überraschung im Finale. Erik Trimborn stand vor der Wahl zwischen dem Bösen und der Guten - verkörpert von Freundin Laura (Alice Dwyer). Spannend auch die kleinen Risse, die sich im eingespielten Duo Ballauf/Schenk auftaten. Nur der neue Assistent Tobias (Patrick Abozen) blieb noch etwas blass.

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