Reality-Show von RTL

TV-Kritik zu "Das Promihaus der Stars": Eine perfekte Inszenierung

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Etwas planlos und schwerhörig: Hat Bert Wollersheim richtig gebohrt? 

RTL hat die zweite Folge von "Das Sommerhaus der Stars - Kampf der Promipaare" ausgestrahlt. Dazu eine TV-Kritik von HNA-Volontärin Nela Müller.

Sommerhaus der Stars“ – der Tragödie zweiter Teil. Klingt nach einer seriösen, anspruchsvollen Sendung mit tiefgründigen Dialogen. Doch man irrt. Wer die ersten zwei Folgen der dritten Staffel auf RTL gesehen hat, der weiß: Es ist eher eine Komödie, in die die vermeintlichen Stars geschickt ihre eigene Tragik miteinbringen. Grundlos werden Tränen vergossen und Streit provoziert.

Das Sommerhaus der Stars: 2,5 Millionen Zuschauer 

Das alles für die Quote. Und die Leute schalten ein. Aber will man sehen, wie Society-Lady Shawne Fielding dem Ex-Rotlichtkönig Bert Wollersheim den Hintern mit Selbstbräuner einsprüht? Oder wie Daniela Büchner ihren Mann „Malle-Jens“ als Arschgesicht betitelt? Anscheinend ja. RTL war am Montagabend mit einem Zuschauerschnitt von 2,5 Millionen der Gewinner der Primetime. Doch was reizt so viele Menschen, sich dieses bunte, aber sinnfreie Treiben anzuschauen?

Ein gewisser Unterhaltungswert

Einen gewissen Unterhaltungswert kann man der Sendung nicht absprechen. Gerade dann, wenn die Kandidaten sich in Spielen messen müssen. Da wird dann schon mal vergessen, dass man harmonisch zu zweit arbeiten muss, um der Konkurrenz überlegen zu sein. Die Frauen stehen auf einer Plattform und geben ihren Männern Anweisungen. 

Das Ziel: Die Herren sollen von unten Löcher an den Stellen bohren, auf denen ein Gefäß mit Sand steht. Ein kniffliges Unterfangen, wie sich schnell erweist. Ehepaar Fußbroich kämpft mit einer Rechts-Links-Schwäche und Bert Wollersheim mit seinem Gehör („Waaaaaaaas?“).

Das Promihaus der Stars: Ermüdende Zankereien

Doch was anfangs noch ganz lustig ist, hat nach fünf Minuten seine Wirkung verloren. Die Zankereien („Bist du doof“, „Bist du am Pennen oder was“ oder „Ich bin studiert, ich bin nicht blöd“) und das fast ausschließlich gezeigte Scheitern lassen den Zuschauer ermüden. Da ist man für die nächste Werbeunterbrechung schon dankbar.

Danach geht es schonungslos mit dem nächsten Spiel weiter. Die Frauen müssen ihre blinden Partner, die in einem lächerlichen Kostüm stecken, durch einen Hindernisparcours lotsen. Der ehemalige „Love Island“-Kandidat und Muskelprotz Julian Evangelos steckt in einem Krustentier-Kostüm und stellt treffend fest: „Der Hummer spiegelt etwas Luxuriöses wider, das passt zu mir.“ „Sommerhaus der Stars“ – definitiv der Komödie zweiter Teil.

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