Kasseler Firma Jakale Film sucht Investoren für Zehnteiler über Zweiten Weltkrieg

TV-Projekt über Soldaten

Große Pläne: Jakob Gisik, Kreativkopf der Filmfirma Jakale Film. Foto:  Zgoll

Kassel/ Reinhardshagen. Ein Notizbuch soll im Zentrum des nächsten großen Filmprojekts der Kasseler Firma Jakale Film stehen. Nach dem 40-Minüter „Destruction of Silence“ mit Horst Janson, der das Schicksal eines Kindes zwischen den Fronten des Zweiten Weltkriegs schilderte und der in der Region gedreht worden ist, ist jetzt ein Zehnteiler aus der Hölle des Krieges geplant. Der Reinhardshagener Filmemacher Jakob Gisik möchte seine Firma zusammen mit dem kaufmännischen Leiter Marco Mansheimer größer aufstellen und ist für das neue Projekt auf Investorensuche.

Geplant ist eine internationale Produktion, Gisik ist derzeit in Gesprächen mit russischen Fernsehsendern, sagt er. Die Idee: Ein deutscher Soldat aus Kassel an der Ostfront verliert das Notizbuch, in dem er seine Erlebnisse und Empfindungen aufgeschrieben hat. Ein russischer findet die Aufzeichnungen und schreibt selbst weiter in das Buch hinein. So wandert das Heft durch Europa und erzählt die Geschichte des Krieges. Für „No Hate“ (Kein Hass) sind zehn 45- oder 60-Minüter geplant, realisiert werden soll das Projekt, für das auch Zeitzeugen befragt worden sind, mit einem Budget von zwei Millionen Euro. Gisik will damit an den derzeitigen Boom von komplexen Fernsehserien anknüpfen.

Er entwickelt aber parallel einen Actionthriller, bei dem es um das schwierige Miteinander zweier Brüder geht.

Der 35-jährige verheiratete Vater zweier Kinder ist seit 15 Jahren im Bereich Film als Freelancer unterwegs und betreibt noch eine Werbeagentur. Ihm ist eine cineastische Anmutung seiner Arbeiten wichtig. „Das Publikum ist verwöhnt.“ Seine Projekte sollen „zwischen Hollywood und B-Movie“ angesiedelt sein, optisch billigen TV-Standard lehnt er ab.

Ebenso wie den Papierkram, der erforderlich ist, um bei öffentlichen Stellen eine Filmförderung zu beantragen. In der Richtung hat Jakale Film bisher wenig unternommen. Aber man ist jetzt bei einer Crowdfunding-Plattform vertreten, wo auch kleine Beträge, ab 250 Euro, für „No Hate“ beigesteuert werden können.

www.deutsche-mikroin vest.de/jakale

Von Bettina Fraschke

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