Ildefonso Falcones neuer Historienroman

Über Glauben und Versöhnung

Andalusien im 16. Jahrhundert. Ildefonso Falcones entführt seine Leser auf knapp 1000 Seiten in das unbarmherzige Mittelalter. Es ist Krieg. Glaubenskrieg. Die spanischen Muslime erheben sich gegen ihre christlichen Unterdrücker. Die Niederlage der Muslime ist verheerend, und ihre Vertreibung aus Spanien beginnt.

Als Leser erleben wir die Ereignisse anhand der Geschichte des Eseltreibers Hernando. Er kommt als Mischling zur Welt, in dessen Adern spanisches und maurisches Blut fließt. Das Blut des Priesters, der seine muslimische Mutter vergewaltigt hat.

Hernandos Leben ist von Geburt an dramatisch. Seine muslimische Erziehung und seine christlichen Wurzeln machen ihn in beiden Glaubensgruppen zu einem Außenseiter. Dennoch scheint er in dieser hasserfüllten Zeit der einzige Mensch zu sein, der Gemeinsamkeiten beider Religionen sieht und versucht, wahre Toleranz zu leben. Doch die widrigen Umstände zwingen ihn mehr als einmal, die Seiten zu wechseln.

Diese komplexe Geschichte um Toleranz, Glaube und Liebe fesselt durch exakte und gefühlvolle Beschreibung ihrer Charaktere und die Zeit, in der sie leben. Ildefonso Falcones, ebenfalls Autor von „Die Kathedrale des Meeres“, hat ein weiteres Meisterwerk der populären Literatur geschaffen.

Ildefonso Falcones, Die Pfeiler des Glaubens, C. Bertelsmann, 928 Seiten, 24,99 Euro. Wertung: !!!!!

Von Martina Eull

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