Stabat Mater I: Konzert in der Rosenkranzkirche

Uneitle Schlichtheit

Kassel. Es war ein einprägsames, hübsches Bild, das auch die Kleinsten einschloss, mit dem am Sonntagnachmittag in der Rosenkranzkirche am Bebelplatz das Konzert der Kinder- und Jugendkantorei sowie des Projektchors unter der Leitung von Regionalkantorin Gudrun Stute begann. Teils im Altarraum, teils auf der Empore postiert, gaben die jungen Sänger im Wechselgesang mit Chorälen und schließlich J. S. Bachs „Jesu, dir sei Preis gesungen“ eine Einführung und Überleitung zum Hauptwerk des Konzerts.

Mit Blick auf den Beginn der Leidenszeit Christi hatte man sich für Giovanni Battista Pergolesis (1710-1736) „Stabat Mater“ entschieden, das der Komponist, der nur 26 Jahre alt wurde, 1736 kurz vor seinem Tod geschrieben hat.

Anna Palupski (Sopran), Alwina Richert (Alt), die Kantorei sowie Mitglieder des Orchesters des Staatstheaters füllten den weiten Raum des Kirchenschiffs mit schwebendem Wohlklang, der in seiner uneitlen Schlichtheit Raum ließ sowohl für den Genuss musikalischer Schönheit als auch für religiöse Andacht.

Die kammermusikalische Konzentration, die den geistlichen Gehalt hervortreten ließ, war in den in ihren kontrastierenden Klangfarben aufeinander abgestimmten Soli und Duetten der Sängerinnen spürbar. Das Leiden der Maria kam in der meditativen Präsentation bewegend zum Ausdruck. Anhaltender Beifall.

Von Claudia v. Dehn

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