Das Trio Gragnani überzeugte in Niestetal-Sandershausen mit virtuosem Zusammenspiel

Unterhaltsames, brillant dargeboten

Schöne Ausgeglichenheit: Das Trio Gragnani. Foto: nh

NIESTETAL. Flöte (Thomas Richter), Violine (Anna Tarnawska) und Gitarre (Karin Scholz): Das „Trio Gragnani“ übt sich in dieser seltenen Besetzung und bot am Donnerstagabend im Gemeindesaal von Niestetal-Sandershausen ein unterhaltsames Programm.

Drei sehr professionelle Musiker sind hier beisammen, die sich offensichtlich musikalisch bestens verstehen. Wie schon beim Konzert vor gut einem Jahr in Baunatal war es die Ouvertüre zu Rossinis „Barbier von Sevilla“, die gleich allen zeigte, was solch ein kleines Ensemble zu leisten imstande ist. Die ausgezeichnete Geigerin Anna Tarnawska brillierte hier und anschließend erneut in einer Sonate für Violine und Gitarre von Niccolò Paganini. Zu schöner Ausgeglichenheit fanden alle drei dann in einem Stück des frühromantischen Komponisten Joseph Kreutzer, dessen Werke das Trio Gragnani auch auf CD eingespielt hat.

In hispanische Gefilde ging es nach der Pause: Der Tanz aus Manuel de Fallas Oper „La vida breve“ kam schwungvoll und brillant daher. Einen guten Gegenpol gab die Bearbeitung für Flöte und Gitarre der sentimentalen Lieder von Federico García Lorca.

Karin Scholz, die meist begleitende Aufgaben hatte, bekam mit dem „Capricho Arabe“ Gelegenheit, als Solistin zu glänzen, eine Chance, die sie sich nicht entgehen ließ, ehe beim Ohrwurmtanz „Oriental“ von Enrique Granados alle drei wieder vereint waren, um anschließend nach Argentinien zu einer Verabredung mit Astor Piazzolla aufzubrechen.

Drei ganz unterschiedliche Stücke des Tangokönigs beendeten das reguläre Programm. Rausschmeißer dieses netten Konzerts vor 45 Zuhörern war dann aber der 5. Ungarische Tanz von Johannes Brahms.

Vom Johannes Mundry

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