Neu im Kino: Colin Farrell im Thriller „London Boulevard“

Unterweltler im Promihaus

Zwischen den Welten: Gangster Mitchel (Colin Farrell) will seine kriminellen Aktivitäten aufgeben. Foto:  nh

In seinem Regiedebüt „London Boulevard“ hat Drehbuchautor William Monahan die drei Klischeefiguren des Gangsterfilmes vor der Kamera versammelt: Da ist der coole Kleinganove Mitchel (Colin Farrell), der nach dreijähriger Haftstrafe seinem kriminellen Tun ein Ende bereiten will. Sein labiler Freund Billy (Ben Chaplin) zieht ihn jedoch immer wieder hinein in den Sumpf des Verbrechens, und der Unterweltkönig Gant (Ray Winstone) will Mitchel unbedingt unter Vertrag nehmen.

Und so könnte eine klassische britische Gangsterballade ihren Lauf nehmen - und tut es auch. Nur dass Monahan in den gut geölten Plot noch eine andere Welt implantiert. Um sein Leben in legale Bahnen zu lenken, heuert Mitchel als Leibwächter bei Filmstar Charlotte (Keira Knightley) an, die sich aus dem Geschäft zurückgezogen hat, aber immer noch von Paparazzi belagert wird.

Wie in seinem oscarprämierten Drehbuch zu Martin Scorseses „Departed“ überzeugt Monahan durch seine schnellen Dialoge und übt sich in britischem Understatement, das mit tiefschwarzem Humor versetzt wird. Auf diesem Weg ist ihm eine ebenso frische wie stilsichere Genrevariation gelungen.

Genre: Thriller

Altersfreigabe: ab 16

Wertung: !!!!:

Von Martin Schwickert

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.