Vader spielen laut, aber beißen nicht

Kassel. Die Luft im Fiasko war am Mittwochabend mit schwerem Metall gefüllt. Die legendäre Death-Metal-Band Vader hielt am vorletzten Deutschlandtermin ihrer Tour in Kassel.

Mit viermal breitem Lächeln und den Worten „Hello Kassel, it’s good to be back“ begrüßten die polnischen Todesmetaller ihre Fangemeinde. Diese war schon beim Löschen der Lichter vor dem Auftritt aus dem Häuschen und grüßte mit den obligatorischen Teufelshörnern zurück.

Die Tour „Back To The Black“ steht im Zeichen der alten Schule und den späten Anfängen Vaders. Für die Tour suchten die Musiker die frühen Alben „Black To The Blind“ und „Sothis“ aus und trotz der täglich rufenden Pflicht auf der Tournee legten sie einen durchaus brachialen Auftritt hin, der die Anwesenden in Wallung brachte.

Auf elf Studioalben können Vader raffiniert komponierte, knallharte, aber auch sehr melodiöse, schnelle wie langsame, kurze und lange Stücke vorweisen. Diese Vielfalt ging nur durch die Begrenzung auf zwei Alben unter, und so wurde der Abend zu einem der Härte.

Dynamisch war der Auftritt dennoch allemal. Die hochgeschwinden und Hektik stiftenden Blast-Beat-Passagen wechselten sich fast schon berechnet mit lang gezogenen, fast doomigen ab, ganz so, als wüssten Vader, wann sie ihren Fans eine Pause gönnen können, ohne die Stimmung absinken zu lassen. Sie wissen, was von ihnen erwartet wird. Nicht jedes Metall rostet, lässt sich aber auch leicht verbiegen.

Vader hatten kein leichtes Spiel. So wurden sie durch die vier Vorgruppen Bloodshot Dawn, Fhobi, Bonded by Blood und Aborted angekündigt und das Publikum schon früh aufgeheizt. Von Groove Metal über Goregrind, von melodisch modernem zu Trash Metal alter Schule bot der Abend die gleiche bunte Vielfalt, wie sie bei den vielen Aufnähern auf den Kutten zu finden war.

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