Liederabend in der Martinskirche mit strahlendem Stefan Adam und Thomas Rimes

„Vater unser“ mit Erläuterung

Überzeugten trotz eher ungünstiger Akustik mit Liedern in der Martinskirche: Thomas Rimes (links) und Stefan Adam, der seit dieser Spielzeit in Hannover engagiert ist. Foto: Herzog

Kassel. Seit 60 Jahren bietet die Volksbühne Kassel Kulturinteressierten die Möglichkeit, Veranstaltungen zu ermäßigten Preisen zu besuchen. Für Sonntagnachmittag lud die Volksbühne anlässlich dieses Jubiläums zu einem hochkarätig besetzten Liederabend mit Bariton Stefan Adam (ehemals Staatstheater Kassel) und dem Pianisten Thomas Rimes (Staatstheater Kassel) ein. Adam war zu Beginn der Spielzeit 2009/10 an die Niedersächsische Staatsoper Hannover gewechselt.

Auf dem Programm standen in der etwa zur Hälfte gefüllten Kirche St. Martin Werke von Peter Cornelius, Antonin Dvoák und Johannes Brahms. Durch eine hervorragend herausgearbeitete Interpretation machte es Adam dem Publikum leicht, sich an die für einen romantischen Liederabend eher ungünstige Akustik der Martinskirche zu gewöhnen.

Auch wenn bei einigen Liedanfängen die Stimme des Baritons etwas brüchig wirkte, überzeugte er mit einer strahlenden und voluminösen Stimme. Gefühlvoll und mit einem federleichten Anschlag begleitet von dem auf den Fidschi-Inseln geborenen Pianisten Thomas Rimes, der beim stürmischen 6. Lied von Peter Cornelius „Vater unser“ op. 2 ebenso eine gut ausgebildete Technik bewies. Besonders interessant waren Adams einführende Worte zu den Liedern des Mainzer Komponisten Peter Cornelius.

So stimmte er eine gregorianische „Vater unser“-Melodie an, um Parallelen zwischen dieser und dem ersten Lied der insgesamt 9 Lieder des op. 2 offenzulegen. Für einen eher dunklen Abschluss des Programms sorgten Brahms’ „Vier ernste Gesänge“ op. 121, die das Duo mit der nötigen Schwere vortrug. Als Zugabe gab es das 10. Lied aus den zu Beginn dargebotenen Biblischen Gesängen Dvoáks.

Von Sebastian Krämer

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