Verfrühter Abschied - Bettina Fraschke über den Saarbrücker „Tatort“

Eins ist nach dem jüngsten „Tatort“ aus Saarbrücken jedenfalls klar: Überdrüssig ist man dieser tollen Kommissare Kappl und Deiniger keineswegs.

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Von wegen die Geschichte ist auserzählt, wie es der Saarländische Rundfunk begründet hat, als er das Aus für die Darsteller Maximilian Brückner und Gregor Weber verkündete. Das stimmt gewiss nicht. Den beiden bei ihrem facettenreichen Spiel zuzusehen, macht Freude und ist spannend.

Dies bewies auch der letzte Fall der ungleichen Typen, die dennoch so fruchtbar-kollegial zusammenarbeiteten. In „Verschleppt“ von Regisseur Hannu Salonen und den Autoren Dörte Franke und Khyana el Bitar kamen sie ermittlungstechnisch und psychisch an ihre Grenzen. Die blinde Spur zu dem Pädophilen war zwar arg ausgewalzt und die ins Leere stierenden Mädchen zum Schluss im Krankenhaus wirkten recht schultheaterhaft. Trotz einiger Schwächen funktionierte der Plot aber.

Gelungen war auch die merkwürdig-surreale Optik, in der die Mädchen in ihrem Verlies gefilmt worden sind. Unscharfe Bilder, fehlende Orientierung und quälende Geräusche machten den Horror spürbar.

Von Bettina Fraschke (fra@hna.de)

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