Verführerisch und nackt: Aura Dione gilt als neue Lady Gaga

Sie hat keine Scham: In ihrem Hit „Geronimo“ singt die dänische Musikerin Aura Dione (21) von Liebe und Frieden und rät den Menschen, sich freizumachen - also im übertragenen Sinn. Foto: Universal

Die dänische Sängerin Aura Dione hat eine ganz originelle Begründung, warum sie sich für das Cover ihres zweiten Albums ausgezogen hat. In einem Interview sagte die 21-Jährige, sie wolle herausfinden, wer sie eigentlich sei: „Nackt zu sein, war eine Möglichkeit, spirituell und mental noch einmal ganz von vorn anzufangen.“

Ob sie bei der Sinnsuche erfolgreich war, hat Dione nicht verraten, aber immerhin wissen jetzt Millionen Menschen, wer die junge Frau ist, die direkt vor ihrer Scham mit einem scharfen Messer einen roten Apfel schält. Der Boulevard hat das Foto dankend abgedruckt und besorgt gefragt, ob Pop nur noch mit Sex zu verkaufen sei. Bei Facebook diskutieren Diones Fans, ob das Cover nicht grenzwertig sei. Und auch wir kommen nicht umhin, das zu zeigen, worüber alle reden.

Die Plattenfirma warnt anlässlich des gerade erschienenen Albums „Before The Dinosaurs“, dass ihre Stimme und Musik einer verbotenen Frucht gleichen würden. Für viele ist das unwiderstehlich. Die Single „Geronimo“, die wie ein Song von Lady Gaga klingt, führte die deutschen Charts an.

So schillernd wie die US-Sängerin, die als wichtigste Pop-Figur des Planeten gilt, ist Dione nicht, aber musikalisch muss sich „Before The Dinosaurs“ nicht hinter Gagas aktuellem Werk „Born This Way“ verstecken. Die zwölf Songs bieten sehr viel Abwechslung zwischen Electro-Dance, Folk, Country-Balladen und lässigem Singer-Songwriter-Pop à la Jack Johnson.

Produziert wurde das Album in Los Angeles von David Jost, der auch schon die Songs von Lady Gaga und Tokio Hotel veredelte. Manche lästern über den Plastik-Pop, der vor allem auf das Programm Auto-Tune zur Tonhöhenkorrektur setze. Wer Dione aber bei einem ihrer Akustik-Auftritte im Fernsehen sah, muss sagen, dass ihre sich leicht überschlagende Stimme wirklich toll ist.

Angeblich hat sie schon als Fünfjährige ihren Hippie-Eltern eigene Lieder vorgesungen. Sieben Jahre segelten ihre Mutter, eine deutsch-französische Musiklehrerin, und ihr dänisch-spanischer Vater mit ihr über die Weltmeere, ehe sie sich auf der Insel Bornholm niederließen. Die Musikkarriere plante Dione schon, als sie mit 17 zwischenzeitlich nach Australien auswanderte. 2009 landete sie mit „I Will Love You Monday“ ihren ersten Hit in Deutschland.

Dort sollen sie die TV-Zuschauer heute (20.15 Uhr, Pro 7) als Show-Act bei Stefan Raabs „TV total Turmspringen“ erleben. Zuletzt erteilten Ärzte Dione wegen eines Infekts jedoch Sprechverbot. Zur Not könnte sie statt zu singen einfach ins Wasser springen. Viel mehr anziehen als auf dem Cover müsste sie nicht.

Aura Dione: Before The Dinosaurs. (Universal).

Wertung: vier von fünf Sternen

Von Matthias Lohr

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