Sängerin Carolina Stefani bezauberte im Theaterstübchen mit ihrer Stimme

Vergnügen in vielen Sprachen

Ihr Gesang ist Leidenschaft: Die Kasselerin Carolina Stefani mit Kontrabassist Philip Wipfler und Charango-Spieler Diego Jascalevich. Foto: Malmus

KASSEL. Wussten Sie, dass ein berühmter deutscher Komponist einen französischen Tango geschrieben hat? En passant erfuhr man dies am Freitag im voll besetzten Theaterstübchen. Die bezaubernde Sängerin Carolina Stefani und ihre Band schenkten dort den Gästen ein Vergnügen in vielen Sprachen.

In der Melange der Kulturen fehlte der Musical-Song „Big Spender“ so wenig wie der oben erwähnte Tango „Youkali“ von Kurt Weill. Das Polyglotte war Programm – mit französischen Chansons, südamerikanischen und mediterranen Liedern.

Carolina Stefani servierte äußerst charmant ein Spiel mit den Sprachen, dem stimmlichen und theatralischen Ausdruck. Die Deutsch-Griechin, die aus Kassel stammt und in Berlin lebt, zog ganz verschiedene Register. Berührend war die Ballade „Alfonsina y el Mar“, amüsant der Tango-Schlager „Oh Donna Clara“. Sprachwitz steckte auch im Bandnamen „Carolina Stefani y sus Pelapapas“ (... und ihre Kartoffelschäler). Geschält, und zwar behutsam, wurde von der klassisch geschulten Pianistin Julia Reingardt, dem Kontrabassisten Philip Wipfler, dem Cajónspieler Rui Reis und dem Charango-Künstler Diego Jascalevich.

Schon oft haben die Kritiker Jascalevichs Virtuosität auf dem südamerikanischen Zupfinstrument Charango hervorgehoben, diesmal kann man dazu noch sein komödiantisches Talent ansprechen. Das zeigte er als Sänger bei „O Donna Clara“ zu Stefanis Ausflügen in opernhafte Höhen. Ein weiterer Höhepunkt: Beim Sirtaki demonstrierte eine junge griechische Gruppe tanzend, was krisenfeste Lebensfreude heißt.

Von Georg Pepl

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