Neu im Kino: "Jane Eyre" - Romantisches Feuer der Leidenschaft 

Inniger Moment: Jane Eyre (Mia Wasikowska) und Rochester (Michael Fassbender). Foto:  Tobis/ nh

Es gibt einige, wenige Geschichten, die ihre inspirierende Wirkung über Jahrhunderte nicht einbüßen. Dazu gehört Charlotte Brontës „Jane Eyre“.

Über dreißig Mal wurde der Klassiker der viktorianischen Literatur aus dem Jahre 1847 adaptiert, und nun entwirft Regisseur Cary Fukunaga eine filmische Neuinterpretation des Romans, die sich traumsicher auf dem schmalen Grad zwischen Werktreue und Modernisierung bewegt. Mia Wasikowska spielt die junge Jane, die eine grausame Kindheit durchlebt hat und als junge Frau mit tiefem Ernst in die Welt blickt. Dem steht eine vollkommene Unerfahrenheit in Liebesdingen und die scheinbar unerfüllbaren romantischen Sehnsüchte entgegen, die sie gegenüber dem launischen Rochester (Michael Fassbender) entwickelt.

Fukunaga erzählt die dramatische Liebesgeschichte des ungleichen Paares, das durch Alters-, Standes- und Geschlechterunterschiede voneinander getrennt ist, als einen Kampf um Ebenbürtigkeit, der durch Janes emanzipatorische Reifung genauso wie durch das bloße Schicksal entschieden wird.

Dabei entwickelt er ein sicheres Gespür für die Dynamik der Geschichte, die vom Wechsel zwischen rasanten Plotwendungen und ruhigen, intensiven Dialogen lebt. Selbstbehauptung und Hingabe erzeugen ein romantisches Feuer, das so sehr viel heller leuchtet als das „Twilight“, in dem sich Bella und ihr Vampirgeliebter Edward im Kinosaal nebenan abmühen.

Genre: Drama

Altersfreigabe: ab 6

Wertung: !!!!:

www.hna.de/kino

Von Martin Schwickert

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.