Versauter geht’s nicht: Komiker Kay Ray in Vellmar

Sein Humor kennt keine Grenzen: Der Hamburger Comedian Kay Ray wurde in Vellmar für derbe Späße gefeiert. Foto: Fischer

Vellmar. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Komiker Kay Ray mit den Eiern denkt statt mit dem Kopf. Bei seinem Auftritt im Bürgerhaus Vellmar-West stand der Hamburger irgendwann splitternackt auf der Bühne und knetete aus seinen primären Geschlechtsmerkmalen ein rundes Etwas, das aussah wie ein Gehirn.

Dann zog er die Hoden über seinen Penis und formte einen Windsurfer. Der 46-Jährige ist nicht nur anatomisch ein Wunder, sondern auch künstlerisch. Selten hat man ein Komik-Programm auf so niedrigem Niveau gesehen, aber selten hat man auch so sehr gelacht. Wer Sexspäße nicht mag, sollte hier unbedingt aus dem Text aussteigen.

Gut, Sie waren gewarnt. Jetzt wird es versaut: Kay Ray witzelte ausschließlich unter der Gürtellinie. Er sagte öfters „Ficken“ als Sido und Bushido im ganzen Leben und fragte, was der Unterschied zwischen einer Tunte und einer Bowlingkugel sei: „In die Tunte kriegst du eine ganze Hand.“

Sein Humor kennt keine Grenzen. Nach einem Auftritt in Darmstadt bekam der gelernte Friseur gar einen Anruf vom dortigen Oberbürgermeister, weil ein Journalist behauptet hatte, Kay Ray sei behindertenfeindlich und rassistisch. Sein Humor diskriminiert einfach jeden, sodass alle wieder gleich sind. Beispiel: „Was ist schwarz und sitzt allein im Wohnzimmer? Seal.“

Zwischendurch singt Kay Ray zu Melodien vom Band Hits von Tracy Chapman, R.E.M. und Nana Mouskouri, aber das Sexleben der Schwulenikone, die mittlerweile mit einer Frau zusammen ist und eine Tochter hat, bleibt das bestimmende Thema des Abends.

Den begeisterten 250 Zuschauern erklärt er seine Bisexualität so: „Für die Leute vom Land: Ich fick alles.“ Nach dreieinhalb Stunden war das alles ein bisschen viel. Man würde jetzt gern wie Christian Wulff ins Kloster flüchten. Dem hatte Kay Ray übrigens geraten, nach Genf zu reisen und sich in eine Badewanne zu legen. Gegen Kay Ray redet selbst Ingo Appelt wie ein Pastor.

Von Matthias Lohr

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