Die Heavytones groovten in Kassel im Theaterstübchen

Versiert auf den Punkt

Fantastische Bläsersektion: Thorsten Skringer (Saxofon), Rüdiger Baldauf (Trompete), Alfonso Garrido (Perkussion) und Max von Einem (Posaune) von den Heavytones. Foto: Hedler

KASSEL. Stefan Raab kennt jeder, ist aber weg von der Mattscheibe. The Heavytones kennt nicht jeder, sind auch weg vom TV, aber nicht von den Konzertbühnen. Und das ist gut so - was die ehemalige Begleitband von Raabs Show „TV Total“ am Samstag im sehr gut besuchten Theaterstübchen zweifelsfrei unter Beweis stellte.

Von der ersten Sekunde an massierte der quarzuhrpräzise und heftig drückende Bass von Claus Fischer die Eingeweide der zahlreichen Besucher, eng verzahnt mit den satten Drumbeats von Herbert Jösch. Die wirklich fantastische Bläsersektion mit Rüdiger Baldauf (Trompete), Max von Einem (Posaune) und Thorsten Skringer (Saxofon) glänzte nicht nur mit punktgenauem Satzspiel, sondern auch immer wieder durch mitreißende Soli wie in „Chunky Monkey“ und „Piff Paff Puff“.

Der musikalische Leiter Wolfgang Dalheimer malte geschmackssicher mit Piano- und abgedrehten Synthiesounds. Gitarrist Hanno Busch und der erfinderische Perkussionist Alfonso Garrido komplettierten den nahezu perfekten Gesamtsound der versierten achtköpfigen Band.

Überraschende Breaks, präzise Akzente, ein Keyboardsolo über einem repetitiven Bläsermotiv – immer mit dem Credo: Der Groove muss pulsieren. Was für die durch jahrelanges Zusammenspiel gestählte Band nicht das geringste Problem darstellte.

Alle Stücke kamen ohne Gesang aus, waren durchweg tanzbar, was jedoch über das eine oder andere zuckende Knie nicht hinausging. Vielleicht wollte man sich für die nachfolgende Soul-Disco schonen?

Die vorgestellten Eigenkompositionen aus den drei Alben waren funky, hatten Soul und Jazz als Ingredienzen. Parallelen mit Vorreitern wie Tower of Power schimmerten durch - warum auch nicht? Das Publikum war ausnahmslos beeindruckt und erklatschte sich noch zwei Zugaben.

Von Wolfgang Wollek

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