Doppelkonzert mit Tante Renate und The Banshee

Verzückung bei der Rave-Gemeinde

Ließ das Schlachthof-Publikum ausrasten: Der Hamburger Alleinunterhalter in Sachen Elektro Der Tante Renate. Foto:  Schoelzchen

Kassel. Der Begriff „Energy-Pop“ wird der italienischen Band The Banshee oft auf die Visitenkarte geschrieben. Keine schlechte Wortschöpfung, wenn man Probleme mit der Zuordnung hat. Aber ob klassischer Britpop mit Punk-Flair oder New York Style – was zählt, ist das, was auf der Bühne passiert und was aus den Boxen kommt. Beides kann man als wahrhaft energiegeladen bezeichnen.

Vor dem Hamburger Alleinunterhalter in Sachen Elektropower und Rave Der Tante Renate bewiesen die Musiker am Freitag im Kulturzentrum Schlachthof, dass nicht alles, was aus Italien kommt, nur himmelblau klingt.

In der Alternative-Konzertreihe „Bigmouth strikes again“ heizten die Künstler das Kulturzentrum auf. Wüst und exzentrisch gestalteten die Italo-Elektronik-Popper ihre Bühnenshow und sorgten mit groovigen Beats, die von einem hämmernden Schlagzeug akzentuiert wurden, für Partystimmung. Höhepunkt des Abends aber war das Hamburger Original Der Tante Renate. In Windeseile füllte sich der Saal, bis er proppenvoll war, und genauso schnell ging die Elektro-Post ab.

Eingängige Melodiekürzel, Beats, die in die Magengrube hauen und eine dreckig verzerrte Stromgitarre – fertig war der Kick, der die Besucher in loveparadeähnliche Körperverzückungen brachte. Es wurde getanzt und gehüpft bis zur Ekstase. Einfach, aber wirkungsvoll könnte man diese Musik bezeichnen.

Ähnlich sah es wohl auch der Hamburger Künstler mit dem Fischmarkt-Charme: „Ich habe noch nie für so wenig Leistung so viel Applaus bekommen.“ Größtenteils ohne Gesang kommt seine Musik aus, dafür heizt er mit seinen Ansagen die Stimmung noch mehr auf: „Ist schon geil, was ich sehe, aber rastet doch mal so richtig aus.“ Fazit: Raver-Party-Glückseligkeit und lautstarker Schlussapplaus.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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