Viel Beifall für Weihnachtsoratorium mit Kantorei der Kreuzkirche

Voller Einsatz: Die Kantorei der Kreuzkirche unter Leitung von Jochen Faulhammer bei der Aufführung des Weihnachtsoratoriums. Foto: Fischer

Kassel. Alle Jahre wieder: Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Es liegt wohl an der biblischen Handlung, aber auch an der musikalischen Qualität und der Genialität von Bach, dass man die sechs Teile fast beliebig kombinieren kann und es entsteht jeweils ein anderes, aber in sich geschlossenes Werk.

Jochen Faulhammer, musikalisches Multitalent und Leiter der Kantorei der Kreuzkirche, ließ am Wochenende der Kantate von der Geburt Jesu gleich das dramatische Geschehen um die drei Weisen folgen, also ohne Hirtensinfonie und Engelsgesang. Es konnte ein hochkarätiges Solistenquartett gewonnen werden: Ilse Fenger Sopran, Julia Heigl, Alt, Max Ciolek, Tenor, und Hans-Georg Dechange, Bass. Das Kasseler Barockorchester war für diese Aufführung zusammengestellt worden und ist, wenn es in dieser Besetzung zusammen bleibt, eine Bereicherung für das Kasseler Musikleben.

Gespielt wurde ausnahmslos auf alten oder nachgebauten Instrumenten, also auch auf den besonders schwierig zu spielenden ventillosen Trompeten. Der Chor war neben den wunderbar gestalteten Chorälen besonders in den drei Eingangschören der Kantaten gefordert. Besonders das „Ehre sei dir, Gott, gesungen“ und „Herr, wenn die stolzen Feinde schnauben“ waren Beispiele chorischer Leistungskraft.

Von dem Solistenquartett soll hier noch der Evangelist Max Ciolek erwähnt werden, der mit seinen intensiv sprachlich gestalteten Texten der Motor für die folgenden Choräle und Arien war. Eine Aufführung, deren inhaltliche und musikalische Qualitäten mit lang anhaltendem Beifall belohnt wurden.

Von Gerhard Raßner

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