Sommer im Park: Die Puppini Sisters präsentierten in Vellmar Musik der Swing-Ära und mehr

Viel Glamour im Festivalzelt

Für jeden Geschmack etwas: (von links) Die rothaarige Stephanie O’Brien, die brünette Marcella Puppini und die blonde Kate Mullins beim Auftritt im Festival-Zelt. Foto: Schachtschneider

Vellmar. Klar, das ist doch -oder doch nicht? So dürfte es am Donnerstagabend einigen Gästen gegangen sein, als die Puppini Sisters „I Will Survive“ anstimmten. Die drei Britinnen, die zum ersten Mal beim Vellmarer Festival Sommer im Park zu Gast waren, präsentieren Welthits im Stil der Dreißiger- und Vierzigerjahre und drücken jedem noch so bekannten Stück ihren unverwechselbaren Stempel auf.

Ihre Gesangsharmonien erinnern an die legendären Andrews Sisters - ebenso wie die aufwändigen Showgirl-Kostüme, roter Lippenstift und Filmstar-Frisuren. Ja, ein Auftritt der Puppini Sisters ist wie eine Zeitreise. In Vellmar erleben die aber nur wenige. Das Festivalzelt ist gerade mal halb gefüllt.

Wer dabei ist, bekommt Außergewöhnliches zu hören. Marcella Puppini (Namensgeberin und charismatischer Mittelpunkt der Gruppe), Stephanie O’Brien und Kate Mullins singen Klassiker der Swing-Ära: „Sway“, „Mr. Sandman“ und „Bei mir bist du schön“. Eben all das, was man von so einem Trio erwartet.

Aber die Puppini Sisters haben zum Glück auch eine Vorliebe für Songs aus den Achtzigerjahren. Blondies „Heart of Glass“ wird hier zur glamourösen Swing-Nummer, und Kate Bushs „Wuthering Heights“ erkennt man erst, als die Sängerinnen die ausladenden Armbewegungen aus Kate Bushs Video imitieren.

Die Sängerinnen - unterstützt von Martin Kolarides (Gitarre), Nick Pini (Bass) und Henry Tyler (Schlagzeug) - vermitteln auf der Bühne Lebensfreude. Sie lachen, tanzen, scherzen mit dem Publikum. Das wippt beschwingt mit den Füßen und schnippt mit den Fingern im Takt.

Großartiger Schlusspunkt des Konzerts ist eine Puppini-Variante von „Walk Like An Egyptian“ - eine schräge Tanzeinlage inklusive. Das Publikum hätte den drei Damen noch stundenlang zuhören können. Langer Applaus.

Von Pamela De Filippo

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