Viel Melancholie: TV-Noir-Konzert mit Polyana Felbel und Jonas David

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Wie im heimischen Wohnzimmer: Sängerin Polyana Felbel (Mitte) sang zarte Folksongs im Schlachthof. Sie erhielt dabei Unterstützung von Kilians-Frontmann Simon den Hartog (links) und Musiker Daniel Brandl am Cello (rechts).

Kassel. Stimmen voller Melancholie und Lieder wie ein verregneter Herbsttag: Im fünften TV-Noir-Konzertpaket spielten Polyana Felbel und Jonas David melancholischen Indie-Folk. Die zwei Newcomer traten im Schlachthof vor 100 Zuhörern auf.

Polyana Felbel präsentierte zusammen mit Kilians-Frontmann Simon den Hartog Akustik-Songs. Minimalistisch-folkiger Gitarrensound bildete die Basis von Polyana Felbels Geschichten von Liebe, Einsamkeit und Hoffnung. Ihre Stimme schafft dabei den Spagat zwischen sensibler Zerbrechlichkeit und einnehmendem Klangvolumen. Die Sängerin mit schwedischen Wurzeln brachte Anfang Mai ihr erstes Studioalbum auf den Markt.

Ihre Tourbegleitung ist Jonas David, der im vergangenen Jahr sein erstes Album veröffentlichte. Jonas David zeigte eine besondere Begabung für melancholische Stücke. Kündigte Jonas David einen Partysong an, trug er diesen in entspannt-getriebenem Midtempo vor. Das Schaffen des 24-jährigen Wuppertalers erinnert an Folksänger wie Bon Iver und den Iren Damien Rice.

Das besondere Flair der TV-Noir-Konzertreihe machte die intime Atmosphäre aus. Die Bühne ist wie ein Wohnzimmer gestaltet mit Lampenschirm und Gemälde über dem Sofa. Die Besucher nahmen auf Stühlen Platz. So plauderten die Singer-Songwriter unbefangen mit dem Publikum.

TV Noir ist eine Reihe von Konzerten, die im Fernsehen gezeigt werden und in Berlin stattfinden. TV Noir geht zudem regelmäßig auf Tour.

Für Applaus sorgte die Aussage von Polyana Felbel: „Ich habe heute sechs Stunden den Kinderwagen durch Kassel geschoben – es ist wirklich sehr schön hier.“ Jonas David plauderte fröhlich aus dem Nähkästchen von seinem ersten Auftritt in Kassel: „Ich habe in einer Küche gespielt, danach fragte mich eine Frau, warum ich singe wie Modern Talking.“

Das Publikum klatschte lange Applaus. Zum Abschluss spielten Jonas David und Polyana Felbel ein halb improvisiertes Stück „I don’t know“ (engl. Ich weiß nicht).

Von Claudia Schittelkopp

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